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Ansprechpartner bei Rissen - Forderungskatalog - Notfallnetze- Zaunbau - in den Medien heißt es, Schafe und Ziegen kann man schützen. Wovon bezahlt der Tierhalter das tun soll, steht leider nicht dabei. Die Verbände arbeiten daran - die bisherige Landesregierung hat vorrangig nur eine Seite des Biodiversitätswürfels favorisiert (schauen wir, was die neue tut) - nutzen Sie die Möglichkeiten der Informationen bei Herdenschutztagen, bei Ihrem Schafzuchtverband, auf der Beutegreifer-Seite der VDL und wo immer etwas angeboten wird- dümmer werden wir davon nicht, und sachliche Informationen abzuwägen ist wichtig für bestmöglichen Schutz und kluges Engagement


 

Im Koalitionsvertrag von CDU und FDP in Nordrhein Westfalen  (Abschnitt Naturschutz, ab Seite 81) heißt es:

„Die Rückkehr des Wolfes in unsere Region wirft bei vielen Bürgern berechtigte Sorgen um den Schutz von Mensch und Nutztieren auf. Diese Sorgen nehmen wir ernst. Die bisherigen Maßnahmen sind unzureichend. Daher werden wir eine angemessene Strategie entwickeln, die auch Erfahrungen aus anderen betroffenen Bundesländern und Regionen in Europa aufnimmt.“
 

https://www.cdu-nrw.de/koalitionsvertrag-fuer-nordrhein-westfalen-2017-2022

Wir sind gespannt


 

PM 03.02.2017
Nordrhein-Westfalen ist auf die natürliche Rückkehr des Wolfs vorbereitet

Umweltministerium veröffentlicht "Förderrichtlinie Wolf". Tierhalter erhalten Entschädigungen und Fördergelder, um ihre Herden zu schützen.

Nordrhein-Westfalen bereitet sich auf die Rückkehr des Wolfs vor. Nach der Veröffentlichung des "Handlungsleitfaden für das Auftauchen einzelner Wölfe" und dem Aufbau eines Netzes von Wolfsberaterinnen und Wolfsberatern legt das Umweltministerium jetzt die "Förderrichtlinie Wolf" vor. Zukünftig können Halterinnen und Halter von Schafen und Ziegen sowie Betreiberinnen und Betreiber von Wildgehegen in NRW neben der Gewährung einer Entschädigung zum Beispiel für Tierrisse durch Wölfe auch Fördermittel für den Erwerb von Elektrozäunen und Zubehör für den Schutz ihrer Herden vor Übergriffen durch Wölfe beantragen.

Der Wolf gehört zu den international streng geschützten Arten. Immer wieder durchlaufen einzelne Wölfe Nordrhein-Westfalen, angesiedelt haben sie sich hier bis heute nicht. Mit der neuen Richtlinie will das Umweltministerium einen wichtigen Beitrag zu einem möglichst konfliktarmen Nebeneinander von Mensch und Wolf in Nordrhein-Westfalen leisten. Künftig kommt das Land nicht mehr nur für Schäden auf, die der Wolf verursacht, sondern fördert auch den Herdenschutz. Im 19. Jahrhundert wurde der Wolf in West- und Mitteleuropa fast vollständig ausgerottet. Jetzt müssen die Menschen wieder lernen, mit dem Wolf zu leben – auch in so einer dicht besiedelten Region wie Nordrhein-Westfalen.

Gefördert werden Optimierungen und Neuanschaffungen von Schutzzäunen nebst Zubehör sowie die Anschaffung und Ausbildung von Herdenschutzhunden. Damit soll ein wolfsabweisender Grundschutz erreicht werden, um Schäden durch Wolfsübergriffe möglichst zu verhindern. Vorrangig wird die Förderung in sogenannten Wolfsgebieten erfolgen. Diese Gebiete werden dann ausgewiesen, wenn sich der Wolf dort dauerhaft angesiedelt hat.

Neben den neuen Regelungen zur Förderung von Präventionsmaßnahmen regelt die Richtlinie Wolf auch die Gewährung von Entschädigungsleistungen (Billigkeitsleistungen) bei Schäden durch Wolfsübergriffe. Freiwillige Entschädigungsleistungen für Tierrisse wurden auch schon bisher vom Land gezahlt. Die Gewährung einer Entschädigungsleistung ist auch ohne ein Wolfsgebiet in ganz NRW möglich. Eine Förderung von Herdenschutzmaßnahmen kann nur nach vorheriger Ausweisung eines Wolfsgebietes erfolgen. Das Umweltministerium hat schon vor der dauerhaften Rückkehr von Wölfen die Richtlinie aufgestellt, um bereits heute für Tierhalterinnen und Tierhalter Rechtssicherheit zu schaffen. Auch Hobbyhalterinnen und -halter profitieren von der Regelung, denn sie werden den gewerblichen Tierhalterinnen und Tierhaltern gleichgestellt.

Bewilligungsbehörden sind die Höheren Naturschutzbehörden bei den Bezirksregierungen, die bereits für die Förderung von Naturschutzmaßnahmen zuständig sind.

https://www.umwelt.nrw.de/fileadmin/redaktion/PDFs/naturschutz/foerderrichtlinie_wolf.pdf

Stellungnahme des Schafzuchtverbandes NRW zur Förderrichtlinie Wolf

Der Schafzuchtverband NRW hatte im Vorfeld Gelegenheit, zum Entwurf dieser Richtlinie am 31.08.2016 Stellung zu nehmen und die schon seit 2009 übermittelten Positionen aktualisiert und auch in Hinblick auf die Erfahrungen anderer Bundesländer zu erläutern.

In der nun vorliegenden Richtlinie wurden gegenüber der ursprünglichen Entwurfsfassung erfreulicherweise einige unserer Kernforderungen umgesetzt:

             auch Hobbyhalter von Schafen, Ziegen und Gehegewild sind bei Entschädigungszahlungen und Präventionsmaßnahmen zuwendungsberechtigt

             für eine Entschädigung der Tierhalter reicht aus, dass der Wolf mit hoher Wahrscheinlichkeit als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann

             die elementare Forderung, dass auch das Verwerfen (Verlammen) von Schafen entgegen dem ursprünglichen Entwurf der Richtlinie entschädigt werden muss, wurde berücksichtigt

             anders als im Entwurf werden auch tierärztliche Behandlungskosten entschädigt, die den Wert eines verletzten Tieres übersteigen- ethisch unabdingbar

             Sachschäden, die durch einen Wolfsübergriff an Zäunen und Schutzvorrichtungen entstanden sind, werden entschädigt

Wichtige andere Punkte wurden jedoch nicht berücksichtigt:

1.            über die Förderrichtlinie Wolf gewährte Beihilfen sind als De-Minimis-Beihilfen auf einen Betrag von 15.000 € in drei Jahren begrenzt. Diese Summe kann beispielsweise in größeren Herden bei wiederholtem Einbruch von Wölfen schnell überschritten werden. Um die ohnehin nicht gerechtfertigte Zuordnung als De-Minimis-Beihilfe zu ändern (De-minimis soll Wettbewerbsverzerrungen verhindern und ist eine Fördermaßnahme- völlig anderes Feld), wurde das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bereits in der Stellungnahme zum Richtlinienentwurf gebeten, bei der EU-Kommission einen Antrag gem. Artikel 108 (2) AEUV zu stellen, um wie andere Bundesländer auch freigestellt zu werden. Diese Bitte wiederholen wir nachdrücklich.

2.            die Richtlinie schließt sowohl Entschädigungsleistungen als auch Zuwendungen im Rahmen der Prävention aus, soweit wirtschaftliche Nachteile von Dritten ausgeglichen oder unterstützt werden. Gleichzeitig beschränkt sie Zuwendungen im Rahmen der Prävention grundsätzlich auf 80 % der zuwendungsfähigen Materialkosten, was einen Großteil des anfallenden Aufwandes ausschließt.

Damit ist Schafhaltern jede Möglichkeit genommen, sich gegen die nicht über die Richtlinie entschädigten wirtschaftlichen Nachteile zu versichern und z.B. über Stiftungen einen Dritten zu finden, der die fehlenden 20 % bei Präventionsmaßnahmen übernimmt (Beispiel Sachsen).

 3.          die Arbeitskosten liegen oft deutlich über den Sachkosten. Dafür keine Beihilfen zu zahlen, halten wir für falsch, weil es die Schafhalter mit der Hauptlast alleinlässt- dies fördert sicher keine Akzeptanz der Rückkehr des Wolfes.

4.            es ist wahrscheinlich und wird von der Landesregierung begrüßt, dass sich Wölfe in Nordrhein-Westfalen wieder ansiedeln, zumindest aber durchziehen. Zunächst gefährdet dies vor allem kleine Wiederkäuer. Nur wenn Wölfe die Erfahrung machen, dass kleine Wiederkäuer für sie keine leicht zu erbeutende Nahrungsgrundlage darstellen, kann Prävention zur Schadenminimierung beitragen.

Nach den Erfahrungen in NRW 2016 lässt sich diese Gefahr nicht auf bestimmte Gebiete begrenzen. Der verantwortungsbewusste Tierhalter möchte seine Weidetierhaltung bei Verdacht möglichst umgehend wolfssicher gestalten, zumal z.B. die Ausbildung von Herdenschutzhunden ca. zwei Jahre erfordert- nicht erst, wenn ein Gebiet durch feste Ansiedlung eines oder mehrerer Wölfe zum Wolfsgebiet erklärt wird.

Wir hatten daher vorgeschlagen, freiwillige Präventionsmaßnahmen zu fördern. Es genügt, Regionen zu Wolfsgebieten zu erklären, wo nach einer Übergangszeit von einem Jahr die Entschädigung im Rahmen von Wolfsübergriffen an die Erfüllung des Grundschutzes gebunden wird.

Unser Verständnis von Prävention wurde in der vorliegenden Richtlinie leider nicht berücksichtigt.

5.            Wir begrüßen die Anerkennung der Ausgaben für Anschaffung und Ausbildung geeigneter Herdenschutzhunde als Präventionsmaßnahme. Diese Eignung wird leider nicht weiter spezifiziert.

Wir halten folgende Bedingungen im Rahmen der Förderung für zwingend erforderlich:

             Prüfungszeugnis für die Tauglichkeit als Herdenschutzhund und

             Einzäunung der Nutztiere

Darüber hinaus sollte eine der folgenden Bedingungen erfüllt und belegt sein:

             mindestens einjährige Erfahrung im Einsatz mit Herdenschutzhunden oder

             Teilnahme an Schulung zum Umgang mit Herdenschutzhunden erfolgreich abgeschlossen.   

In der vorliegenden Richtlinie wird auf diese Notwendigkeit an keiner Stelle hingewiesen. Ohne eine Ergänzung der Richtlinie in diesem Sinne könnten Herdenschutzhunde in Zukunft in Verruf geraten und den Schafhaltern wäre diese Möglichkeit zweifellos effektiven Herdenschutzes genommen.

Derzeit gibt es in Nordrhein-Westfalen noch keine Einrichtung zur Zertifizierung von Herdenschutzhunden. Das gilt auch für die Schulung zum Umgang mit Herdenschutzhunden. Auch bundesweit werden gerade erst entsprechende Strukturen aufgebaut. Wir denken, die Anerkennung entsprechender Prüf- und Schulungseinrichtungen sollte eine hoheitliche Aufgabe sein, um Wildwuchs in diesem Bereich zu vermeiden und bieten auch hier an, beim Aufbau der notwendigen Strukturen in Nordrhein-Westfalen beratend mitzuwirken.

Wenn die Ziele der Richtlinie, Akzeptanz und Schadensminderung, erreicht werden sollen, sind wie beschrieben weitere Schritte erforderlich.

 


 

Übersicht der bekannten Wolfs-Sichtungen 2017 in NRW:


https://www.wald-und-holz.nrw.de/naturschutz/der-wolf-in-nrw/

http://www.oberberg-aktuell.de/index.php…

http://www.oberberg-heute.de/?act=vp&cid=1&pid=18382

http://www.lz.de/ueberregional/owl/21696652_Wolf-in-Bad-Oeynhausen-gesichtet.html

http://www.nw.de/lokal/kreis_lippe/augustdorf/augustdorf./21732403_Naechste-Sichtung-Wolf-reisst-Damwild-auf-Truppenuebungsplatz-


...und was in 2016 los war

http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Wolf-in-Rietberg-gesichtet-2922533.html

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/wdr-aktuell/video-land-bestaetigt--wolfssichtu

http://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/borchen/borchen/20757234_Schafe-im-Kreis-Paderborn-geris

http://www.kreis-paderborn.de/kreis_paderborn/aktuelles/pressemitteilungen/wolf-ist-da.php

und da ist nun auch der Handlungsleitfaden, erster Teil, noch ohne Förderrichtlinie und ganz ohne Prävention

https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/umweltministerium-legt-nrw-wolfsmanagementplan-vor

und der WMP selbst unter: www.wolf-nrw.de

Dazu die Ergebnisse der bisherigen DNA-Analysen:
ein siebter Nachweis eines Wolfes in NRW konnte durch genetische Untersuchungen bestätigt werden. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) bestätigte heute, dass die drei toten Schafe aus Oelde im Kreis Warendorf am 6. April 2016 durch einen Wolf gerissen wurden. Dabei handelte es sich um drei Kamerunschafe, ein Muttertier, einen Jungbock und ein Lamm. Die Begutachtung vor Ort und die Dokumentation der Situation erfolgte durch das LANUV am gleichen Tag. Es wurden Abstrichproben von allen 3 Tieren genommen und zum Senckenberg-Forschungsinstitut Gelnhausen zur genetischen Analyse geschickt. Mit Vorlage der Ergebnisse konnte nun der siebte Nachweis eines Wolfes in Nordrhein-Westfalen seit 2009 und bereits der vierte in diesem Jahr bestätigt werden.

Ob es sich bei den vier Sichtungen in diesem Jahr um einen oder mehrere Wölfe handelt, kann nicht zweifelsfrei festgestellt werden. Anhand der Abstrichproben an den getöteten Ziegen im Kreis Lippe und den Schafen aus dem Kreis Warendorf konnte nun festgestellt werden, dass es sich beim dortigen Verursacher um einen männlichen Welpen aus dem Rudel in Cuxhaven (Niedersachsen) und damit dem gleichen Tier handelt. Das Cuxhavener Rudel hat im Jahr 2015 erstmals Nachwuchs gehabt, die Elterntiere stammen aus den Rudeln in Munster (Niedersachsen) und Altengrabow (Sachsen-Anhalt). Dieser einjährige Wolfsrüde war erstmals durch das Senckenberg-Forschungsinstitut durch genetische Spuren an einem gerissenen Schaf in der Nähe seines Heimatrudels am 16. Februar 2016 dokumentiert worden. In den 38 Tagen bis zum 27. März 2016 hat dieses Tier dann wohl die Strecke von Cuxhaven bis in den Kreis Lippe zurückgelegt (230 km Luftlinie). Vom Kreis Lippe bis in den Kreis Warendorf sind es noch einmal 80km Luftlinie, die der junge Wolfsrüde in den 10 Tagen bis zum 06. April 2016 zurücklegte.

Aus dem Kreis Gütersloh (Rietberg-Mastholte) liegen keine genetisch auswertbaren Spuren vor. Die genetischen Untersuchungen des Individuums im Kreis Paderborn (Borchen) erbrachten nur den Artnachweis aus der Kern-DNA, für eine individualisierte Auswertung lag zu wenig Material vor.

Weitere Informationen rund um das Thema "Wolf in NRW" sind zu finden unter www.wolf.nrw.de.

 


Pressemitteilung Schafzuchtverband NRW

In Barntrup- Sommersell/Lippe ist es über Ostern im Wohngebiet zu Rissen bei Zwergziegen gekommen. Nach einem ersten Übergriff wurden die Tiere nicht weiter gesichert, aber eine Wildkamera aufgehängt. Diese zeichnete beim zweiten Angriff den Täter auf. Das LANUV hat in Abstimmung mit LUPUS in Sachsen die Videosequenzen als C 1-Nachweise gewertet. Damit ist ein Wolf als Verursacher bestätigt.

http://www.nw.de/lokal/kreis_lippe/barntrup/barntrup./20749496_Wolf-reisst-Ziege-im-Dorf-vor-laufender-Kamera

http://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/wolf-im-lippischen-sommersell-100.html

Die Weidetierhalter sollten, sofern noch nicht geschehen, umgehend ihre Zäune auf Löcher und Bodenunebenheiten zum Durchschlupf untersuchen. Wenn möglich, sollten kleine, gebäudenahe Bestände nachts aufgestallt werden. Elektronetze mit Spannung über 4000 Volt an allen Stellen (zusätzliche Erdstäbe) bieten einen Grundschutz, den die meisten Hundeartigen nicht überwinden.

Hierzu hilfreich, ohne gleich wild aufzurüsten:
http://www.berufsschaefer.de/152/#Wolfsvideo– „Strom gegen Wölfe“

Erhöhte Aufmerksamkeit- vielleicht in Zusammenarbeit mit den Nachbarn-  ist geboten.
Panikreaktionen helfen hingegen vermutlich niemand.

Dass der streng geschützte Wolf auch nach NRW kommt, war abzusehen – der Schafzuchtverband bietet seit Jahren mit Kooperationspartnern Informationsveranstaltungen dazu. Wir müssen darüber nicht erfreut sein –aber wenn wir unsere Tiere behalten wollen, müssen wir sie schützen. Und einfordern, dass auch diese ein Anrecht auf Schutz haben.

Nach erfolgtem Übergriff besteht die Möglichkeit, für einen kurzen Zeitraum Wolfsschutz-Sets auszuleihen, bis man sich selbst ausgestattet hat.
Die Adressen für Notfallsets und die Adressen der Wolfsberater finden Sie auf der Internetseite des Schafzuchtverbandes

www.schafzucht-nrw.de

Dieser fordert seit 2009 eine klare Regelung für Übergriffe durch den Wolf und bringt seine Anliegen u.a. in den Arbeitskreis beim Land ein –  NRW hat als einziges Bundesland entgegen anderslautender Versprechungen noch immer keinen veröffentlichten Handlungsleitfaden.
Im Forderungskatalog aller Landesschafzuchtverbände sowie der Ziegenzüchter (VDL/BDZ 2015) wird deutlich aufgelistet, was für die kleinen Wiederkäuer notwendig ist, um ihre erfolgreiche Arbeit in der Landschaft auch weiterhin leisten zu können-
auch diesen Text finden Sie zum Download auf den Seiten des Schafzuchtverbandes NRW

(und auf dieser)


 

Damit man nicht lange unter Herdenschutz suchen muss- hier der Forderungskatalog der VDL: hiermit können alle Schafhalter von Kiel bis Bayreuth argumentieren, und Föderalismus ist keine Ausrede für Nichtstun

Forderungskatalog

zum Erhalt der Weidebewirtschaftung und Landschaftspflege mit Schafen und Ziegen unter den Bedingungen der Anwesenheit von freilebenden Wölfen

Der Wolf ist wohl das umstrittenste Tier, das sich in der freien Wildbahn bewegt. Über viele Jahrzehnte in Deutschland ausgerottet, ist er inzwischen wieder gegenwärtig – in der Natur, aber vor allem in den kontroversen Diskussionen der Menschen, die er in Für und Wider spaltet.

Für die Einen bedeutet er pure Freude, für die Landwirte, insbesondere die Weidetierhalter wie die Schäfer, ergeben sich aus seiner Anwesenheit viele Probleme, Ängste, Arbeit und Kosten. Und vor allem das Gefühl in dieser Situation allein gelassen zu sein, ja auch an den Pranger gestellt, weil in den Diskussionen zum Ausdruck kommt, dass der Wolf als freilebendes Wildtier von unserer Berufsgruppe nicht uneingeschränkt begrüßt wird. Es kommt sogar zu heftigen verbalen Auseinandersetzungen.

Nach den Aussagen des Kontaktbüros „Wolfsregion Lausitz“ haben sich die Wölfe ausgehend von Sachsen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen mit einigen Rudeln auf natürlichem Wege wieder angesiedelt. Nachgewiesen wurden ebenfalls einzelne Tiere in anderen Bundesländern. Die Wissenschaftler kommen zu der Erkenntnis, dass die Überschrift die sich in den Medien finden lässt: „Der Wolf befindet sich in Mitteleuropa auf dem Vormarsch“, bereits Realität geworden ist.

Wie viele freilebende Wölfe existieren gegenwärtig tatsächlich in Deutschland?- diese Frage wird ungenau oder gar nicht beantwortet, denn alle Anfragen beziehen sich auf Rudel. So besagt die Statistik des Kontaktbüros, dass im Monitoringjahr 2013/2014 in Deutschland insgesamt 25 Wolfsrudel, 8 Wolfspaare und 3 sesshafte Einzelwölfe ermittelt wurden. Wie viele Mitglieder ein Rudel außer dem Elternpaar hat, wird nicht benannt. Wie schnell die Ausbreitung erfolgt, ist daraus ablesbar, dass im laufenden Monitoringjahr 2014/2015 zwei zusätzliche Paare in Sachsen auftraten, in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen die jeweils zwei Wolfspaare erstmals Nachwuchs hatten, im Raum Cuxhaven ein Wolfspaar nachgewiesen, im Raum Fuhrberg ein neues Wolfspaar bestätigt und in der Grafschaft Bentheim/Emsland ein sesshafter Einzelwolf nachgewiesen wurde.

Wie viele Wölfe haben wir zurzeit in Deutschland, wie viele müssen wir noch verkraften und wie soll das Management aussehen – Wer soll den Aufwand der Weidetierhalter tragen?

Ableitend aus diesem Sachstand ergeben sich folgende Forderungen, die sich in drei Komplexe aufteilen:

1.        Management

Der Wolf ist in den Anhängen II und IV der Fauna-Flora-Habitat Richtlinie (FFH-RL) gelistet. Er stellt gemäß Artikel 1h der Richtlinie eine prioritäre Art dar, für deren Erhaltung der Gemeinschaft eine besondere Verantwortung zukommt. Als Unterzeichner der Berner Konvention hat sich die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, den im Rahmen des Übereinkommens erarbeiteten Action Plan for the Conservation of Wolves in Europe (Canis lupus) zu unterstützen und mit eigenen Maßnahmen zu flankieren.

Daraus ist eindeutig die zentrale Aufgabe der Bundesregierung formuliert, die als wesentliche Forderung die Erstellung eines nationalen Managementplanes beinhaltet [Rheinhardt und Kluth, 2007].

In der Realität ist in der Bundesrepublik Wolfsmanagement und Herdenschutz Ländersache. Das ist nicht zielführend und nicht in unserem Interesse – und ebenso wenig im Interesse der Gesellschaft.

   Wir fordern, dass sich die zuständigen Bundesministerien für Umwelt und Landwirtschaft sich dieser Problematik annehmen.

   Wir fordern einen Ansprechpartner, um zentrale Themen des Managements in der europäischen Union zu diskutieren und umzusetzen.

   Wir fordern Unterstützung für die Erarbeitung und Umsetzung von Strategien, die nicht nur der „Arterhaltung Wolf“ dienen.

   Wir fordern ebenso viel Engagement für die Erhaltung unserer Existenz mit Schafen und Ziegen auf der Weide, dem Einsatz von Schafen und Ziegen im Landschaftsschutz, dem Erhalt von seltenen Biotopen und auf Deichen zum Hochwasserschutz.

   Wir fordern, dass die Bevölkerung über unsere Sorgen, Ängste und die            zusätzlichen Aufwendungen, die sich aus dem Herdenschutz ergeben aufgeklärt wird.

2.        Rechtliche Fragen

Die politische gewollte Wiederansiedlung des Wolfes führt zu unkalkulierbaren rechtlichen Risiken für Betriebe mit Weidetierhaltung.

Schon wenige Schafe, die durch einen Wolf auf Autobahnen oder Bahngleise getrieben werden, können zu Unfällen mit tödlichem Ausgang und zu unkalkulierbaren Sachschäden führen. Der in Fulda im April 2008 entgleiste ICE ist mit nur ca. 20 Schafen kollidiert und danach entgleist.

Gemäß § 833 BGB haftet der Tierhalter verschuldensunabhängig für den entstandenen Schaden, wenn durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt wird. Die Ersatzpflicht entfällt, wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, das dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet hat oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.

Problematisch ist die Rechtsprechung zu § 833 BGB. Das OLG München hat durch Urteil vom 22.09.1989, Az: 10 U 5548/87 folgendes entschieden:

An die von einem Tierhalter zu fordernde Sorgfalt ist ein strengerer Maßstab anzulegen, wenn die Weide an eine Autobahn grenzt oder in der Nähe zu einer stark befahrenen Straße, einer Siedlung oder eines Bahnkörpers liegt (so auch BGH, 1976-06-14, VI ZR 212/75VersR 1976, 1086).

Den Halter einer in der Nähe eines Bahnkörpers gehaltenen Schafherde, die – durch einen in den Pferch eingedrungenen Hund in Panik versetzt – aus dem Pferch ausbricht und in einen herannahenden Zug hineinläuft, trifft ein Verschulden, wenn die Herde bei einem Ausbruch durch größere Sicherung des Pferches (zusätzliche Stabilisierung der Stäbe, Verstärkung des Pferchs mit unter Strom stehenden Knotengittern) hätte vom Bahngleis ferngehalten werden können.

Gegebenenfalls sind bei Kenntnis von wildernden Hunden ein Knotengitter und eine ständige Anwesenheit des Schäfers erforderlich. Wenn diese zu unzumutbaren Kosten führt, müsse, so das OLG, auf die Beweidung derartig gefährdeter Grundstücke verzichten werden.

Bei Unaufklärbarkeit des Unfallgeschehens muss nach der heutigen Rechtsprechung der Tierhalter den Beweis der Einhaltung der erforderlichen Sorgfalt führen. Faktisch scheitert dies häufig daran, dass dem alleinigen Betriebsinhaber keine Zeugen zur Verfügung stehen.

Diese Rechtsprechung übertragen auf den Wolf bedeutet, dass der Schäfer bei Kenntnis von Wölfen in der Nähe der Herde ständig anwesend sein muss, um der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt zu genügen. Verstößt er dagegen, ist er einem konstanten Insolvenzrisiko ausgesetzt, da größere Zugunglücke oder Unfälle auf Autobahnen den Versicherungsschutz in der landwirtschaftlichen Betriebshaftpflichtversicherung übersteigen und dieses Risiko somit nicht mehr versicherbar ist. Dasselbe Risiko trifft gem. § 834 BGB auch den Tieraufseher. Dies wird dazu führen, dass künftig noch weniger Menschen bereit sein werden, in einem Betrieb mit Weidetierhaltung zu arbeiten. Die Konsequenz ist die Aufgabe der Weidetierhaltung und damit eine großflächige Verbuschung der Kulturlandschaft unter massivem Verlust an Biodiversität.

Wir fordern daher folgende Ergänzung des § 833 BGB:

„Die Ersatzpflicht tritt ferner nicht ein, wenn die Ursache des Schadens in dem Verhalten von Wildtieren liegt, die auf die Haustiere eingewirkt haben. Im Zweifel muss der Geschädigte den Nachweis führen, dass kein Wildtier für den Schaden ursächlich war.“

Für Wolfsschäden fordern wir ein einheitliches bundesweites Wolfsschadensverfahren, angelehnt an das Wildschadensverfahren. Der Geschädigte muss den Schaden innerhalb einer kurzen Frist melden. Danach sichert der zu benennende Rissgutachter die Beweise, um zu klären, ob es sich um einen Wolfsangriff handelt. Steht dies fest oder kann ein Wolfsangriff im einem Wolfs- oder Wolfserwartungsgebiet nicht ausgeschlossen werden, ist der Schaden durch eine staatliche Stelle zu ersetzen. Auf den Schadensersatz besteht ein Rechtsanspruch.

3.        Erstattung finanzieller Aufwendungen

Wir fordern, dass die finanziellen Mehraufwendungen im Zusammenhang mit der Wiederansiedlung des Wolfes im Rahmen eines Rechtsanspruchs erstattet werden. Und diese Forderung bezieht sich nicht nur auf den Haupt- und Nebenerwerb, sondern auch auf die Einzelschafhaltung, im täglichen Sprachgebrauch als Hobbyschafhaltung abgetan. Gerade dieser Personenkreis leistet wertvolle und nachhaltige Arbeit zum Erhalt der vom Aussterben bedrohten Rassen, im touristischen Bereich und zur Bereicherung des ländlichen Raumes. Der Erhalt dieser Form der Schafhaltung ist unverzichtbar und benötigt unter den Bedingungen des Schutzes vor Übergriffen durch den Wolf umfassende finanzielle Unterstützung.

Der Mehraufwand bei möglicher Anwesenheit eines Beutegreifers ist vom Material, vor allem aber hinsichtlich der Zeit, erheblich höher. Bei einer festen Koppeleinzäunung, relativ einmalig von der Installation, dauerhaft von der Kontrolle. (Im Außenbereich nicht statthaft). Bei mobilen Zäunen, die je nach Fläche und Beweidungsauftrag teils täglich umgesetzt werden, fast nicht zu leisten. Geländezuschnitt und Lage sowie Bodenbeschaffenheit erschweren diese Arbeit zusätzlich.

Dazu gehören:

a)        Direkte Sachschäden (verursacht durch Wölfe)

   Verendete Tiere

   Verschollene Tiere

   Verlammte Mutterschafe

   Verworfene Lämmer

Zu ersetzen ist der jeweilige Wiederbeschaffungswert.

b)        Indirekte Personen- und Sachschäden (verursacht durch Weidetiere, die durch     Wölfe angegriffen worden sind)

   Personen und Sachschäden als Folge von Wolfsangriffen

(z.B. PKW, Bahn, Leitplanken, Tunnel, Zäune, Schälschäden etc.).

c)         Folgekosten

   Kosten der Suche ausgebrochener Tiere (Arbeitszeit und Sacheinsatz, insbesondere PKW)

   Kosten für die Untersuchung der Herde auf Verletzungen

   Zusätzlicher Aufwand (Heu, Kraftfutter, Wasser, Strom, etc.)

   Kosten für Tierkörperbeseitigung, Ohrmarken, Gutachter

   Transportkosten, Reinigungskosten, Tierarztkosten, Wollverlust etc.

   Übernahme höherer Haftpflichtbeiträge durch höhere Versicherungssummen

d)        Präventionsmaßnahmen (nach heutigem Wissensstand; erweiterbar)

   Anschaffung spezieller wolfssicherer Elektrozäune, u. a. mit leistungsstärkeren Weidezaungeräten, Diebstahlsicherung, Vorrichtungen für das Anbringen von Flatterbändern.

   Wildkamera

   Schulungskosten

   Einsatz von Herdenschutzhunden (HSH)

Der Einsatz von Herdenschutzhunden ist bisher in der heutigen Schafhaltung in Deutschland nicht üblich und nicht notwendig gewesen. Sie stellen die Schafhalter vor zusätzliche Probleme und Kosten.

   In unserer teils sehr dicht besiedelten Landschaft können HSH nicht allerorten eingesetzt werden.

   In Bezug auf ihr Verhalten gegenüber Menschen und für die zu schützenden Tiere zertifizierte Tiere sind gegenwärtig noch nicht in ausreichender Anzahl vorhanden.

   Der Anschaffungspreis eines guten, wesensgetesteten und seinen Aufgaben nach allen Richtungen gewachsenen HSH ist hoch, und ein Hund reicht für einen sicheren Schutz vor Angriffen des Wolfes nicht aus. In der Regel kommen 2‑3 Hunde in einer Herde zum Einsatz.

   Für die Integration der Hunde in die Herde, den Umgang und die trotz aller Vorsicht möglichen Schwierigkeiten braucht der zukünftige Halter eine gute Schulung - gegebenenfalls sollte der Hund länger im Aufzuchtbetrieb verbleiben, um eine gute Grundausbildung zu erhalten, die möglichst viel Pannen aus Unwissenheit auf allen Seiten ausschließt. Beide Maßnahmen verteuern den Einsatz.

Daher fordern wir Kostenübernahme für Anschaffung bzw. Unterhalt zertifizierter Herdenschutzhunde.

Zusammenfassung:

Nur wenn die Politik bereit ist, die Kosten der Wolfsansiedlung zu tragen, hat der Wolf eine Chance, gesellschaftlich als Teil der Kulturlandschaft akzeptiert zu werden.

Die öffentliche Darstellung des Themas mit dem Schwerpunkt auf "Willkommen Wolf", der sich auch hervorragend als Werbeträger zum Bereich der Biodiversität anbietet, läuft einseitig:


Weidende Wiederkäuer pflegen und erhalten die Landschaft in ihrer Gesamtheit – müssen sie sich zurückziehen, fehlen den Biotopen nicht nur die Schafe, die man dort eingesetzt hat, um Tier-und Pflanzengesellschaften zu halten, zu verbessern oder auch wiederherzustellen. Die bisherigen Erfolge für die Vielfalt würden zunichte gemacht. Schaf und Orchidee, Schmetterling und Wolf sind nicht nur auf derselben Roten Liste, sondern Seiten ein- und desselben Würfels – dem müssen wir gesellschaftlich, politisch und verwaltungsrechtlich Rechnung tragen.

 

Abrufbar als Download unter

http://www.schafzucht-nrw.de/pages/index.php?section=news&id=411

 


Wie verhalte ich mich bei einer vermuteten Wolfssichtung?
 
>zuständigen Wolfsberater anrufen
 
Wie verhalte ich mich bei einem vermuteten Wolfsübergriff?
 
>zuständigen Wolfsberater anrufen (der innerhalb von spätestens 24 Stunden Proben genommen haben muss, damit diese verwertbar sind) >gerissenes Tier fotografieren, ohne mögliche Spuren ringsum zu verwischen
>Tier abdecken, damit keine Nachnutzer (Hund, Fuchs, Rabe) Ergebnisse verfälschen
>restliche Tiere sichern, falls es zu einem Wiederholungsangriff kommt (ggf. Notfallset nutzen, s.u.)
>Tierhalter in der Umgebung warnen, ohne Massenpanik zu verursachen
 
 
 
Luchs-und Wolfsberater in NRW -
ansprechbar im Fall gerissener Tiere (Risse behandeln nach "was tun wenn"...)

offizielle Liste des LANUV  unter:


Wolfsberater als Ansprechpartner seitens des Schafzuchtverbandes NRW:
Ulf Helming (Augustdorf)
0170 8193226 oder 05237 89120

ulf.helming@gmx.de

Tip für Schnellleser - auch wenn es auf der Seite eines Weidezaunanbieters steht: hier ist eine gute Kurzanleitung für relativ wolfssichere Zäune:

http://www.weidezaun.info/Information/wolfabwehr/wolfabwehr.htm


Das möchten wir nicht haben, keine springenden Schafe und schon gar keine springenden Wölfe -und auch nicht, dass der Wolf an ungeschützten Schafen lernt, wie man später auch geschützte überfällt (wie bei der Wölfin in Goldenstedt). Deswegen ist es wichtig, dass alle Schafhalter Bescheid wissen und miteinander austauschen, wie man sich am besten schützt
 
 
Wolfsnotfallset für nordhrein-westfälische Schaf- und Ziegenhalter
 
Für den Fall, dass kurzfristig ein Wolf nach NRW kommen sollte, hat das Land ein Notfallset für Schafhalter angeschafft. Dieses Notfallset zum Schutz vor Wolfsangriffen auf Schafe und andere Nutztiere liegt bei der Biologischen Station Hochsauerlandkreis in Schmallenberg-Bödefeld und kann bei Bedarf kurzfristig und schnell ausgeliehen werden.

Das Notfallset mit Elektrozaun, Weidezaungerät und Fotofalle kann bei Verdachtsfällen in Bezug auf Wolf oder Luchs unentgeltlich ausgeliehen werden.

Es ist mit Beratung durch den NRW-Schafzuchtverband angeschafft worden und steht allen Nutztierhaltern (auch Hobbyhaltung) zur Verfügung.

Das Set ist in zweifacher Ausfertigung vorhanden. Es kann nur komplett ausgeliehen werden.

Ein Transport ist in einem großräumigen PKW bzw. mit einem Anhänger möglich.

Ansprechpartner ist Werner Schubert von der Biologischen Station Hochsauerlandkreis.

Kontakt: 02977 - 1524 oder 0170 3462982
 
Der Landesbetrieb Wald-und-Holz hat ein weiteres Notfallset zur Vefügung gestellt, das je zur Hälfte aus dem vom Schafzuchtverband NRW erarbeiteten, zur anderen Hälfte aus den vom Sächsischen Schaf-und Ziegenzuchtverband empfohlenen Netzen besteht. Diese Netze sollen in drei verschieden aufgestellten Betrieben getestet werden, um eine vergleichende Aussage für hiesige Verhältnisse zu schaffen.
Im Augenblick liegt dies Set nach dem Übergriff im Oppenweher Moor im Regionalforstamt OWL im Forstbetriebsbezirk Stemwede.
Ansprechpartner ist Norbert Schmelz, Tel.:05745/1880 Mobil:0171/5873567.
 

Zur Vorstellung des Herdenschutzsets von Wald-und-Holz nachfolgende Pressereaktionen

http://www.derwesten.de/region/westfalen/strom-soll-den-wolf-von-herden-fernhalten-aimp-id10315453.html

http://www.deutschlandfunk.de/nordrhein-westfalen-der-wolf-
kehrt-zurueck.1769.de.html
 
Der NABU Oberberg hat auch ein Notfallset angeschafft, um Nutztierhalter zu unterstützen-
erreichbar unter: 0163/368 51 23
 

Stellungnahme des Schafzuchtverbandes/Schafzüchtervereinigung NRW anlässlich der Veranstaltung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen am 18.02.2016 im Landtag NRW

Rund hundert Jungwölfe stehen abwanderungsbereit - der Wolf wird auch um NRW keinen weiteren dauerhaften Bogen mehr machen. Schaf-und Ziegenhalter wie auch die übrigen Weidetierhalter sind naturgemäß weniger begeistert, wollen sich aber mehrheitlich mit der Situation arrangieren.
Einige laute Gegenstimmen agieren populistisch und haben damit durchaus Erfolg –
wir als Verbände halten diese Strategie für nicht zielführend. Der Wolf ist gesellschaftlich erwünscht und hat auch ohne seinen besonderen Schutz als Teil der Artenvielfalt seine Berechtigung.
Eine Gesellschaft, die sich den Wolf leisten will, muss jedoch gleichermaßen die nicht weniger berechtigte Existenz der Weidetierhaltung gewährleisten: artgerechte Haltung wird propagiert, möglichst extensive Wirtschaftsweise, regionale Erzeugung, ressourcenschonende Herstellung qualitativ hochwertiger Nahrungsmittel. Tierwohl wird für viele weitere Auflagen als Begründung herangezogen. „Nachhaltige Nutztierhaltung in NRW“ heißt ein aktuelles Programm dazu.

Weidetiere gerade in entfernten Lagen, auf extensiven oder anderweitig wertvollen Grünlandflächen stellen ein interessantes Nahrungsangebot auch für den Wolf dar- in dessen Verantwortung liegt es nicht, zwischen Wild und Nutztier zu unterscheiden. Wohl aber in unserer: wir leisten uns Naturschutz.
Die wichtigsten Gebiete werden zumeist von kleinen Wiederkäuern gepflegt, ohne deren schonenden Einsatz ein massiver Artenverlust die Folge wäre, von Orchidee bis Schlingnatter, von Hochmoorbläuling bis Lungenenzian.
Wir erstellen Hochwasserkataster – und vergessen, dass die Beweidung von Deichen die sauberste Verdichtung bei gleichzeitiger Flexibilität darstellt und Hochwasserschutz bei wechselnden Wasserständen sichert.
Wir nehmen dankend die Reparaturarbeiten für Mikroorganismen, Wasserqualität und CO 2-Senke im beweideten Grünland entgegen, natürlich ohne Ausgleich für den Bewirtschafter.
Wir fördern genetische Ressourcen aussterbender Nutztierrassen- und sind bis heute nicht imstande, Regelwerke zu erstellen, die frühzeitige Prävention für alle Weidetiere ermöglicht.
Für den Fall von Rissen wird der reine Tierwert angesetzt – sämtliche Nebenkosten oder auch klar zuzuordnende „Ernteverluste“ in Form von infolge eines Übergriffs toten Lämmern werden nicht berücksichtigt.
Wie bei zu vielen landwirtschaftlichen Belangen auch hier eine Mogelpackung: es kann eine Billigkeitsleistung erfolgen, muss aber nicht. Rechtssicherheit- keine.

Wie erkläre ich einem selbständigen Unternehmer, der das volle Risiko trägt, allerdings etwa die Hälfte des gesetzlichen Mindestlohns verdient, dass seine gesellschaftlichen Leistungen erwünscht sind, wenn auch völlig unterbezahlt – dass aber seine eigene Existenz wie die seiner Tiere mit minderem Maßstab gemessen werden - dass Artenschutz und Tierschutz nicht für alle gleichwertig angesetzt sind und dass Tierwohl offenbar nicht bedeutet, dass Weidetiere weitestgehend sicher leben und ihre agrarökologische Dienstleistung erbringen können?

Wie vereinbart sich diese Praxis mit unserem NRW Landtagsbeschluss vom 4.6.2014?

Ein bundesweites Herdenschutzkompetenzzentrum wurde vom Bundestag aufgrund der Einrichtung des bundesweiten Dokumentationszentrums für den Wolf abgelehnt – die Kompetenz für Herdenschutzfragen läge in den Bundesländern. Abgesehen davon, dass den Wolf Kreis-und Ländergrenzen nicht scheren, macht es auch insgesamt Sinn, übergreifende Strukturen zu erstellen, ohne die Länderhoheit außer Kraft zu setzen. Einige Länder arbeiten vorbildlich unter echter Einbeziehung aller Gruppen und Blickwinkel. Dokumentation für den Wolf ist wichtig – nicht ohne die andere Seite der Medaille gleichwertig miteinzubeziehen.

Die Versicherungswirtschaft tut, als wäre die Haftungsfrage im Falle eines Ausbruchs in Panik geratener Weidetiere geregelt: selbst wenn bei Betriebshaftpflicht (mit bezahlbarer Prämie und ohne Ausschluss bei häufigeren Übergriffen) der Schaden rechtskonform abgewehrt wird – der Schäfer ist auf guten Kontakt mit seinen (Flächen-)Nachbarn angewiesen.

Wir erwarten von Gesellschaft, Politik und Verwaltung angemessene, vorausschauende und dynamische Prävention und Kompensation – Schaf-und Ziegenhaltung hat keinen Cent und keine Minute übrig für den nun geforderten Herdenschutz, der über die gute fachliche Praxis hinausgeht, in bestimmten Gebieten gar nicht machbar ist. Wir liefern seitens der Verbände konstruktive Zuarbeit – es wird Zeit, Natur mit ihren auch nutztierhaltenden Pflegern und -schützern endlich als Ganzes zu betrachten – nur dann sind alle ihre wichtigen Bereiche zu bewahren.

Anlagen:

Positionspapier des Schafzuchtverbandes von 2009 (!sic)

Forderungskatalog VDL/BDZ von 2015

Anschreiben an LANA 2015

Stellungnahme der Versicherer 2015


 

Neben den einzelnen Präsentationen und Stellungnahmen dies "Protokoll" als Quintessenz...

Dr.Woike als Vertreter des MKULNV begrüßt die Runde mit dem Satz, der Wolf garantiere Resonanz und bewege Menschen.
Die Populationsverbreitung erfolge von Osten nach Nordwesten. Man versuche, den Wolf in Deutschland zu halten und seine Population zu stärken, allerdings nähmen die Belege für illegale Tötungen zu.
Man dürfe nichts an Bedenken herunterspielen; das gäbe bei einem etwaigen Zwischenfall ein riesiges Kommunikationsproblem.

NRW befände sich aktuell in Stufe 1 als Wolfserwartungsland  (einzelne umherstreifende Wölfe).
Zu beachten seien im Bereich der Nutztierhaltung vor allem Übergriffe auf Nutztiere und erforderlicher Mehraufwand (zum Schutz der Tiere? wofür?).
Hinsichtlich der Jagd seien eine mögliche Reduzierung der Strecke und eine mögliche Reduzierung der Pacht in Betracht zu ziehen.
In Bezug auf den Menschen sei die psychologische Wirkung in der Öffentlichkeit entscheidend für die Akzeptanz.

Der Wolf kehre auf natürlichem Wege zurück; NRW sei bislang ohne Wölfe.
Er empfiehlt das BfN-Script "Leben mit Wölfen" von 2007.

Der Runde Tisch im BMUB diene dem Erfahrungsaustausch zwischen den Bundesverbänden und den Ländern.

Seit 10.02.2016 gäbe es die Dokumentations- und Beratungsstelle zum Wolf (Feldkötter berichtigt, das sei seit 01.01.aktiv). Sie solle als Forschungs-und Informationsverbund dienen. Festgelegt auf drei Jahre mit einem Budget von 435.000€ in Zusammenarbeit von Senckenberg Museum Görlitz, LUPUS, Leibnizinstitut und Senckenberg-Institut in Gelnhausen.

In der Umweltministerkonferenz werde das Thema behandelt- es gäbe einen Fachexkurs zu mittel-und langfristigen Strategien; aktuell werde ein Fragenkatalog bearbeitet.

Der AK Wolf in NRW, in dem die viele Verbände ihre Vertreter hätten, habe bislang fünf Termine gehabt (Anmerkung: von denen es ein! Protokoll gibt). Ein gesteigertes Bewusstsein für die Thematik führe aktuell zu weiteren Anfragen auf Mitwirkung. Kopf des Ganzen sei ein Wissenschaftler.

Man habe ein Netz von Luchs-und Wolfsberatern mit mittlerweile 32 Personen aufgebaut.
Regelungen zur finanziellen Entschädigung von Tierverlusten erarbeitet und Herdenschutzmaßnahmen eingeleitet ( Herdenschutzsets in Minden-Lübbecke beim Landesbetrieb-(was diesem übrigens auch gehört...) und im Sauerland )). (Der NABU Oberberg merkt an, dort liege auch ein Set. Info von Kwasnitza: ein weiteres Set möchte der LFA des NABU in der Eifel installieren).

Die Nachfrage sei bislang nicht groß gewesen, was an der beschränkten Anzahl der Wölfe läge.

Es gäbe ein schönes Plakat von WaldundHolz mit vielfältigen Informationen, ein Faltblatt und einen Internetauftritt.

Aktuell erarbeite man einen Handlungsleitfaden Stufe 1:

>Meldung von Wolfssichtungen (Hotline LANUV 0201714488)

>Übergriffe auf Nutztiere

>Verhaltensauffällige Wölfe

>Zuständigkeiten

der im März 2016 vorliegen solle (!!!)

Ebenso sei eine Förderrichtlinie in Erarbeitung, die im Herbst veröffentlicht werde. (Darauf angesprochen, dass wir diesen Ablauf in ähnlicher Form auch bereits für 2015 versprochen bekommen hätten (explizite Zustimmung vom NABU), wird erklärt,
das läge an der partizipatorischen Vielfalt im AK. Er (Woike) hätte es auch gern schneller.

Bis dato seien die Tierverluste auf freiwilliger Basis von den Bezirksregierungen aus Naturschutzmitteln entschädigt worden, wenn der Wolf zweifelsfrei als Verursacher festgestellt worden sei.

Es bestehe zukünftig ein Anrecht auf verbindliche Richtlinien zur Entschädigung;

Prävention sei derzeit noch unerheblich.
Es werde nach dem Schätzrahmen der TSK entschädigt, nachdem vom Wolfsberater ein entsprechendes Riss-Protokoll erstellt wurde und auf formlosen Antrag des Nutztierhalters.

Beispiel Stemwede: zwei Schafe seien mit 373,40 entschädigt worden. Der SZV habe ein Gutachten über sämtliche Kosten erstellt: 4529,89. Gerundet nach Abzug der Gutachtenkosten ergäbe sich ein Faktor von zehn. Eine Förderrichtlinie sei hier dringend notwendig; Vorabstimmung mit dem SZV liefe derzeit (wo???)

Die Kompensation umfasse den Verlust des Tierkörpers, die Kosten für die Tierkörperbeseitigung sowie Tierarztkosten von weiteren verletzten Tieren
als aktueller Beeinträchtigung.

Hinsichtlich der Prävention denke man an die Bezuschussung geeigneter Zäune (Elektro-) sowie Herdenschutzhunde. (Hierzu hatte Dr. Kaiser im September in Haus Düsseldorf Prävention Anfang 2016 in Aussicht gestellt). Hier erwarte man die Fertigstellung Mitte 2016. (Später wie auch zwischendurch hieß es: Herbst)

Akzeptanzschaffung sei nötig gerade bei einem Berufszweig, auf den Land und Naturschutzverbände angewiesen seien: die Arbeit der Schäfer. Schäfer und Naturschützer seien von Haus aus Verbündete.

(Er stelle extra nicht darauf ab, dass der Halter sicherzustellen habe, dass von außen nichts Schädliches auf die Nutztiere einwirken könne).

Das System müsse Veränderungen angepasst werden.

Wenn auch Wölfe bislang nur sporadische Gäste seien, müsse die Bevölkerung lernen, diese als Teil der heimischen Natur zu akzeptieren. Insgesamt bedürfe es Ehrlichkeit und Transparenz in der gesamten Kommunikation (gut zu wissen…).

Es gebe im Entwurf Fallbeispiele zu verhaltensauffälligen Wölfen, wo eine Entnahme möglich sei. (Anmerkung: bislang reichen alle in Deutschland angewandten Definitionen nicht zur Entnahme von gegenüber Nutztieren auffälligen Wölfen. Die Abschussforderung gegenüber einem Rüden aus dem Munsteraner Rudel begründete sich in der Annäherung an Menschen auf gut zwei Meter. Hiervon wurde gleich Abstand genommen, da es am nächsten Tag bereits eine Online-Petition für "Kurti" gab und die Landesjägerschaft (gut beraten) sich als nicht zuständig erklärte. Von Goldenstedt spricht gerade niemand).

Herr Rütten erklärt, die Forderung sei dauerhafter, rechtssicherer Ausgleich aller Schäden.

Eine Förderrichtlinie reiche nicht für Rechtssicherheit - dafür brauche es ein Gesetz.
Dies dauere dann ja noch länger, meinte Woike, woraufhin er die Frage unbeantwortet ließ, warum man denn nicht früher damit begonnen habe. Im Übrigen könne man für den Anfang eine Förderrichtlinie erstellen und dazu ein Gesetz nachreichen, antwortete Rütten.

Problem: eine Förderrichtlinie bringt keine hundertprozentige Kompensation.
Sebastian Schäfer fragt nach Ertragsausfall (speziell bei Milch) und bekommt die Aussage, Woike wolle dem AK nicht vorgreifen, gehe aber davon aus, dass real entstandene Schäden zu 100 Prozent entschädigt würden, Prävention zu achtzig gefördert.

(Die jetzige Lesart legt nahe, dass z.B. ein totes Lamm infolge eines Übergriffes kein realer Schaden sei...). (Die Gesetzeslage implementiert, dass bei Vorliegen einer Förderrichtlinie maximal 80% des anerkannten Schadens kompensiert werden kann).

Es ist absolut ungeklärt, was außer den bereits genannten (Verlust des Tierkörpers, TBA, Tierarztkosten) ggf. noch entschädigt wird. Nach Ertragsausfall sieht nichts aus, ob Verlust der Leibesfrucht, Milch, Ausfall von Vertragsleistungen (mit möglichen rückwirkenden Sanktionen)...

NRW ist außer den Stadtstaaten mittlerweile das einzige Land ohne entsprechendes Papier zum Wolf. (Herr Feldkötter stellt die Managementpläne der einzelnen Bundesländer vor; sogar das Saarland hat ein Positionspapier. Er bezeichnet Brandenburg als das umfassendst aufgestellte Land. Hinweis: nach und nach werden bei der Rissdokumentation Amtstierärzte festangestellt, da Nutztiere nicht von den Wolfsberatern abgeschärft werden dürfen).
Alle Vortragenden der Kurzreferate sowie Herr Feldkötter sind sich einig in der Akzeptanz zukünftiger Anwesenheit des Wolfs und der Notwendigkeit der umgehenden Fertigstellung des Managementplanes (der, angeblich im März erscheinend, nicht die für Herbst angekündigte Förderrichtlinie enthält). Ebenso in 100%iger Kompensation aller Schäden sowie frühzeitiger Prävention, wenn der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden kann.

Anmerkung: habe mir erlaubt, Herrn Dr. Woike beim Datum März 2016 daran zu erinnern, dass wir genau dies in 2015 auch schon gehört hätten...

Der März ist  vorbei - und wieder ein Datum verpasst. Und nicht nur ein Datum.



der Teil, der Monitoring und Rissdokumentation regelt, ist nun da, seit 11.April 2016- wir hoffen auf eine Förderrichtlinie, die ansatzweise unsere Schäden berücksichtigt, und eine Prävention, die ansetzt, bevor es zu spät ist.


bis jetzt gab es noch kein Wort des zum wiederholten Male zuletzt für März 2016 angekündigten Handlungsleitfadens - aber es gäbe ja auch noch keine Wölfe -oder doch?
DNA-Analysen stehen aus, Panik ist unangebracht, aber vorausschauendes Verhalten nicht.

http://www.nw.de/lokal/kreis_lippe/barntrup/barntrup./20749496_Wolf-reisst-Ziege-im-Dorf-vor-laufender-Kamera.html

Der Unmut wächst, wenn Probleme offensichtlich ausgesessen werden:

http://www.ksta.de/region/oberberg-ks/totes-schaf-von-oberagger-keine-willkommenskultur-fuer-woelfe-in-oberberg-23

aber natürlich gibt es geltende Gesetze- und Prozesse, auf die die gewählten Vertreter der Weidetierhalter bei allem Einsatz offenbar keinerlei Einfluss haben.

Die Lippische Landeszeitung hat in Barntrup eine Infoveranstaltung initiiert, die der groben Information diente, allerdings auch viele Fragen offenließ. Im Zuge dieser Veranstaltung wurde vom Leiter des AK Wolf verkündet, der Managementplan sei im Netz - mittlerweile heißt es, er sei nach einer halben Stunde wieder zurückgezogen worden und werde nun am 11.4. veröffentlicht.

Zur Desillusionierung: in diesem ersten Schritt wird es noch nicht wirklich um Förderrichtlinie oder Entschädigung gehen, schon gar nicht um Prävention.

http://www.lz.de/lippe/barntrup/20758343_Der-Wolf-entzweit-die-Barntruper-bei-Podiumsdiskussi


  
  
nachfolgend die Pressemitteilung des MKULNV, mit abgesehen vom aktuellen Falle leider nur Wiederholung bereits geäußerter Aktivitätsberichte

Pressemitteilung 
Umweltministerium bestätigt weiteren Wolfs-Nachweis  in Nordrhein-Westfalen Vierter Wolfsnachweis seit 2009 in NRW im Kreis Lippe durch Videoaufnahmen bestätigt - DNA-Analyse noch offen  
Düsseldorf, 29. März 2016 

In Nordrhein-Westfalen gibt es den vierten Nachweis eines Wolfes seit 2009. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium bestätigte nun, dass im Kreis Lippe am Wochenende einen Wolf durch
Videoaufnahmen festgehalten wurde. Das Landesamt für Natur,
Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) hat das Video geprüft und
den Wolf bestätigt. Um die Herkunft und das Geschlecht zu ermitteln, wurden Speichelproben sichergestellt und zur Auswertung an das „Nationale Referenzzentrum für genetische Untersuchungen von Luchs und Wolf“ in Gelnhausen überstellt.
Dem betroffenen Landwirt werden die vom Wolf gerissenen Ziegen
entschädigt.
 
Die Vermutung auf den Riss eines Schafes durch einen Wolf im
Oberbergischen Kreis am 23. Februar 2016 haben sich hingegen nicht bestätigt. Dieses Schaf wurde nachweislich nicht von einem Wolf,
sondern von einem Haushund gerissen. Dies ergab die Begutachtung
durch das Kreisveterinäramt und die genetische Untersuchung des
Speichelabstrichs. 

Vorbereiten auf den Wolf in NRW
Mit seiner Rückkehr beschäftigt sich das Land schon seit 2010. In
einem beim Landesamt für Naturschutz eingerichteten Arbeitskreis
„Wolf in NRW“ erarbeiten Wissenschaftler und Naturschützer, Jäger, Schafhalter und Forstleute und Behörden ein Konzept für den Fall der eigenständigen Rückkehr des Wolfes und tauschen unterschiedliche Interessen aus. Ein Aussetzen von Wölfen ist nicht vorgesehen. Das Land hat auf Anregung des Arbeitskreises ein Verfahren für die Entschädigung von Nutztierrissen entwickelt und Wolfsberaterinnen sowie Wolfsberater ausgebildet. Zwei vom Land finanziertes „Herdenschutzset“ mit Elektronetzen für die schnelle Sicherung von Schafherden bei einem möglichen Wolfsbesuch ist aus dem Arbeitskreis ebenfalls auf den Weg gebracht worden. 
Die Rückkehr des Wolfes stellt für eine dicht besiedelte Region wie
Nordrhein-Westfalen auch eine Herausforderung dar, denn wir müssen nach mehr als einem Jahrhundert wieder lernen, mit dem Wolf zu leben.
„In Deutschland genießt der Wolf den höchst möglichen
Schutzstatus nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Die Jagd auf Wölfe ist daher verboten. Er wurde im 19. Jahrhundert in nahezu allen Regionen vor allem durch menschliche Bejagung stark dezimiert, in West- und Mitteleuropa fast vollständig ausgerottet. Seit Ende des 20. Jahrhunderts steht der Wolf unter internationalem Schutz und die Bestände erholen sich teilweise“, sagte Dr. Matthias Kaiser, Leiter der Arbeitsgruppe „Wolf in NRW“ im Landesumweltamt (LANUV NRW). 
Aus den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte kann festgestellt werden, dass Angriffe von gesunden freilebenden Wölfen auf Menschen in Europa extrem selten sind. Wölfe sind extrem scheu und meiden üblicherweise den Menschen. Daher ist es auch überaus selten, dass Spaziergängerinnen und Spaziergänger einen Wolf aus der Nähe zu Gesicht bekommen. Falls es doch dazu kommen sollte, werden
folgende Verhaltensregeln empfohlen: 
* Nicht versuchen, Wölfe anzufassen oder zu füttern.   
* Nicht weglaufen, sondern stehen bleiben .
* Langsam zurückziehen, wenn man den Abstand vergrößern will.
* Man kann einen Wolf vertreiben, indem man ihn laut anspricht,
in die Hände klatscht und mit den Armen winkt.
* Bei eventuellen Sichtungen eines Wolfes, diese direkt an die
zuständigen Behörden oder den zuständigen regionalen
Wolfsberatern melden. 
 
Letzter Wolf in NRW wurde 1835 erlegt
Auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen galt der Wolf seit Mitte des 19. Jahrhunderts als ausgerottet. Ein genaues Aussterbejahr lässt sich allerdings nicht mehr genau rekonstruieren. 1835 wurde in Ascheberg-Herbern (Westfalen) das letzte Mal die Erlegung eines Wolfes auf dem Gebiet des heutigen NRW dokumentiert, im Rheinland Ende des 18. Jahrhunderts bei Hilden. Aus dem Winter 1963/1964 soll es einen Abschuss eines einzelnen Wolfes in NRW bei Bergheim gegeben haben. Über die Herkunft des Tieres ist hingegen nichts bekannt.
Der erste belegte Wolfsnachweis konnte 2009 bestätigt
werden, als ein Wolf aus Nordhessen die Grenze von NRW (Kreis
Höxter) überquerte. Dieser Wolfsrüde hatte seit 2006 im
Reinhardswald in Hessen gelebt und war im April 2011 tot aufgefunden worden.


Nun hat sich herausgestellt, dass der Riss in Oberagger einem Hund zuzuschreiben ist.
Der wilde Aktionismus Einzelner gegen den Wolf war überflüssig, wenn auch vermutlich unterstellt werden wird, dass die Ergebnisse falsch wären, um den eigenen Verschwörungstheorien Vorschub zu leisten.
Und zumindest die Kritik, dass NRW sich nicht um die Interessen der Weidetierhalter kümmert, ist leider allzu berechtigt.

Alles bestens- oder doch nicht?
Das Land muss nichts entschädigen. Auch nicht tätig, werden, weil ja kein Wolf sich angesiedelt hat und Prävention erst erfolgt, wenn schon Wölfe da sind. Äußerst sinnvoll- und ein Widerspruch in sich.

Vielleicht auch nur ein Weg, nichts zahlen zu müssen- denn wenn der Tierhalter seine Tiere schützt, beginnt er damit vorher -und dann hat er schon mit einer zu fördernden Maßnahme angefangen und wird im Falle einer irgendwann erscheinenden Richtlinie bei passender Auslegung eben nicht gefördert. Der Hauptmann von Köpenick lässt grüßen.

Zurück zum Hund: einen Hundehalter, der zu seiner Verantwortung steht, gibt es in diesem Fall- wie so oft-  nicht. Etwa vierzig Prozent der Risse an kleineren Weidetieren gehen auf das Konto von Hunden.
Hundehalter sollten eine Haftpflichtversicherung haben und Schäden auch dann melden, wenn es sich "nur" um ein Schaf handelt.  Jeder sollte einstehen für Schäden, die er anrichtet.

Das ist ein Manko in der öffentlichen Diskussion: wenn uns im Zusammenhang mit dem Wolf vorgehalten wird, man lamentiere erst, seit es um mögliche Entschädigungen gehe- es habe doch auch schon immer Hundeübergriffe gegeben.
Stimmt. Aber der Hund hat - im Gegensatz zum Wolf - zumindest theoretisch einen verantwortlichen Besitzer. Den man im Schadensfall am eigenen Tier zu oft nicht kennenlernt - wohl aber, wenn Hüte- oder gar Herdenschutzhunde das arme Hündchen erschreckt haben, weil sie ihre Schafe verteidigten...

Hier ist Verantwortung gefragt. Es gibt eindeutige Gesetze zum Thema. Es gibt auch eine ethische Verpflichtung. Und den Anspruch an jeden Tierfreund, nicht mit zweierlei Maß zu messen.

http://www.rundschau-online.de/region/oberberg/nuembrecht/dna-analyse-auch-in-nuembrecht-war

http://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/kein-wolfsangriff-im-oberbergischen100.html

 

 

 

 

 

 

 

Rheinischer

Landwirtschafts-Verband e.V.

Rochusstraße 18

53123 Bonn

Und dieser Brief, auch bislang ohne Reaktion 

 

 

Schafzuchtverband

Nordrhein-Westfalen e.V.

Im Wöholz 1

59556 Lippstadt

 

 



Westfälisch-Lippischer

Landwirtschaftsverband e.V.

Schorlemerstraße 15

48143 Münster

Herrn Minister

Johannes Remmel

Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft,

Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW

Schwannstraße 3

40476 Düsseldorf

Bonn/Lippstadt/Münster, den 1. März 2016

Rückkehr des Wolfes nach NRW

Sehr geehrter Herr Minister,

angesichts der zunehmenden Verbreitung des Wolfes in Deutschland – erste Sichtungen erfolgten auch bereits in Nordrhein-Westfalen – wächst die Sorge vor den Folgen für die Weidehaltung landwirtschaftlicher Nutztiere. Vorfälle in anderen Bundesländern, aber auch Erfahrungen aus dem benachbarten Frankreich lassen befürchten, dass die Rückkehr des Wolfes die Weidehaltung von Schafen und Rindern erheblich in Mitleidenschaft ziehen kann.

Die unmittelbaren Tierverluste durch Wolfsrisse stellen dabei nur die „Spitze des Eisbergs“ dar: neben der tierärztlichen Versorgung verletzter oder sterbender Tiere, der Handaufzucht verwaister Lämmer oder der gesonderten Aufstallung zu pflegender Tiere stellen insbesondere Spontanaborte durch das Hetzen der Herde ein erhebliches Risiko dar. Mit dem Verlust eines Tieres – sei es durch Riss oder als Spätfolge - bricht in der Weidetierhaltung der gesamte Jahresertrag weg. Darüber hinaus fallen Kosten für den Schutz vor weiteren Angriffen, wie etwa die Anschaffung, Eingliederung und Unterhaltung von Herdenschutzhunden oder die Errichtung von Spezialzäunen und deren Erneuerung, an.

Nicht minder gravierend sind die Folgen für den Umgang mit angegriffenen Herden:

Schafherden können nach einem Angriff oft tagelang nicht mehr geführt werden. Mutterkuhhalter berichten von extrem verstörten Tieren, die sich auf der Flucht auch nicht von soliden Zäunen halten lassen. Panikfluchten angegriffener Herden bergen daher gerade in dichtbesiedelten und verkehrsreichen Gebieten wie Nordrhein-Westfalen erhebliches Konflikt- und Gefährdungspotenzial, so unsere große Sorge.

Angesichts der zu erwartenden Rückkehr des Wolfes nach NRW – erst aktuell wieder beunruhigt ein Vorfall im Bergischen Land mit noch ungeklärter Ursache die Tierhalter – bedarf es dringend eines Wolfsmanagementplans für NRW, der die Belange der gesellschaftlich gewünschten Weidetierhaltung zentral in den Blickpunkt rückt, sowie umfassender Entschädigungsregelungen nach Nutztierrissen. Wir erlauben uns vor diesem Hintergrund, nochmals unsere Erwartungen an für die Tierhalter zentrale Bereiche darzulegen:

1.        Verhaltensauffällige und wiederholt Weidetiere bedrohende Wölfe sind zu entnehmen. Hierzu bedarf es einheitlicher und klarer Regelungen, um den Ausführenden Rechtssicherheit und Handlungsorientierung zu geben und zügiges Handeln zu ermöglichen. Ein mehrmonatiges Zuwarten nach wiederholten Angriffen ist den Tierhaltern auch mit Blick auf die Risiken im Herdenverhalten nicht zuzumuten.

2.        Jegliche wirtschaftlichen Nachteile, die durch den Auftritt des Wolfes entstehen, sind den Weidetierhaltern dauerhaft, vollumfänglich und rechtssicher auszugleichen. Wie anlässlich einer Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen am 18. Februar 2016 im Landtag NRW berichtet wurde, wird derzeit in Ihrem Hause eine Förderrichtlinie erstellt, die offenbar nur einen Ausgleich für Tierverluste, Tierkörperbeseitigung und Kosten der tierärztlichen Behandlung vorsehen soll. Alle weiteren unmittelbaren Kosten sowie die wirtschaftlichen Spätfolgen blieben damit gänzlich unberücksichtigt. Offen scheint zudem, ob die Kosten für Vorsorgemaßnahmen wie etwa Schutzzäune in vollem Umfang gefördert werden. Schon jetzt jedoch zählt gerade die extensive Schaf- und Rinderhaltung zu den weniger starken Produktionsformen in der Landwirtschaft. Akzeptanz für die Zuwanderung des Wolfes wird aber nur gelingen, wenn die wirtschaftlichen Nachteile nicht bei den Tierhaltern abgeladen werden. Wir erwarten daher eine deutliche Korrektur der geplanten Förderrichtlinie. Perspektivisch wäre eine rechtssichere Regelung zum Ausgleich aller wirtschaftlichen Nachteile am besten durch ein Landesgesetz zu bewirken.

Es bedarf, sehr geehrter Herr Minister, eines klaren Bekenntnisses aller Beteiligten zur Zukunft und zum Schutz der Weidetierhaltung in NRW. Ob auf extensiven und wertvollen Grünlandflächen oder im Vertragsnaturschutz: ohne den schonenden Einsatz von Schafen und Rindern ist erfolgreicher Artenschutz kaum mehr denkbar. Umso mehr möchten wir Sie bitten, alle Anstrengungen darauf zu richten, dass die Weidetierhaltung auch in Zukunft unbeschadet durchgeführt werden kann und die Zuwanderung des Wolfes nicht auf dem Rücken der Tierhalter erfolgt.

 Mit freundlichem Gruß

      Conzen        Humpert        Röring


Lange geplant, gewinnt folgende Veranstaltung nun ungewollt höchste Aktualität:

Erster Herdenschutztag in OWL am 21. Mai 2016 im Hammerhof

Nun ist er da, der Wolf. Gleich zweimal wurde er in den vergangenen
Tagen in OWL bestätigt. Was sicher eine besondere Leistung einer ehemals ausgestorbenen Art darstellt und als Erfolg für den
internationalen Naturschutz gewertet wird,
treibt Weidetierhaltern die
Sorgenfalten auf die Stirn.

Denn der Beutegreifer Wolf unterscheidet bei
seiner Nahrungswahl nicht zwischen Wild- und Haustier. 
Allerdings er wird den für seine Akzeptanz so wichtigen Unterschied zwischen erlaubter und verbotener Kost nur lernen, wenn der Herdenschutz der Weidetiere funktioniert.
Dafür ist das Wissen der Halter über den Wolf als
intelligente Art und die Sicherung ihrer Tiere notwendig.

Gemeinsam mit dem Schafzuchtverband und dem Naturschutzbund (NABU) sowie der Landwirtschaftskammer NRW
organisiert das Regionalforstamt Hochstift am 21. Mai ein
Herdenschutztag am Hammerhof.
Eingeladen zu der kostenfreien Infoveranstaltung sind alle Interessierten, insbesondere die Halter
von Schafen und Ziegen, Rindern und Pferden sowie Gatterwild.
Sie eint die Frage: "Wie kann ich meine Tiere schützen?" Denn einfach totschießen darf man den Wolf als streng geschützte Art nicht. Und weil man die Natur des Wolfes nicht ändern kann, bleibt als wesentliches Instrument des "Wolfsmanagements" nur ein

wirksamer, akzeptabler und bezahlbarer Herdenschutz.

Dessen unterschiedliche Ausprägungen stehen im Vordergrund der
Veranstaltung. Dazu präsentieren Wolfs- und Weidetierexperten vom Schafzuchtverband und den beteiligten Firmen Ideen und Konzepte, die dem einzelnen Tierhalter beim Schutz seiner Tiere helfen sollen.

Jens Matzen, Wolfsexperte aus Schleswig-Holstein berichtet über den schwierigen Herdenschutz in Norddeutschland. Fachleute von der Landwirtschaftskammer und aus dem Versicherungswesen beantworten Fragen aus dem Komplex Wolf und Tierhaltung.
Der NABU-Landesfachausschuss Wolf sowie die Forstleute von Wald und Holz NRW stehen für Fragen zur Biologie des Wolfes und zum Wildtiermanagement in der Kulturlandschaft zur Verfügung.
Auch Wolfsberater, die in der Rissdokumentation und Spurensuche eingesetzt werden, sind vor Ort.
Die Veranstaltung in und um das Waldinformationszentrum Hammerhof in Warburg-Scherfede (ab B7, Abfahrt A44 Marsberg-Scherfede) ist eine Premiere für NRW und beginnt mit wechselnden Vorträgen und Präsentionen um 11.00 und endet um 18.00 Uhr. Für Essen und Trinken sorgt das Café im Hammerhof.

(Text Jan Preller, WuH, leicht verändert)


noch ein paar mehr oder weniger nützliche Tipps, natürlich alle aus anderen (Bundes-)Ländern:

http://www.zdf.de/terra-xpress/was-tun-wenn-ein-wolf-da-steht-38785990...

Flyer zum Thema Wolfsbegegnung

http://www.uelzen.de/Portaldata/23/Resources/lkue_dateien/lkue_dokumen...

Zum Wolf für alle, die nicht immer aus der Lausitz Informationen haben möchten

http://www.gruppe-wolf.ch/index.php?page=5&subpage=1

http://www.gl.ch/documents/MerkblattZaeune.pdf

trotzdem: Sachsen als am längsten mit Wölfen erfahrenem Bundesland

http://www.wolfsregion-lausitz

wie Brandenburg mit dem Thema umgeht

http://www.lugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.310418.de

Basisinfomation für Jäger, Förster und Tierhalter in Brandenburg und Sachsen

https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11883

http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/mit_woelfen_leben...

wie es in Bayern geht

http://www.lfu.bayern.de/natur/wildtiermanagement_grosse_beutegreifer/..

etwas, worauf sich alle beziehen, die sich mit dem Schutz befassen

https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-Information

worauf sich die beziehen, die uns sichere Zäune vorschreiben:

http://www.peter-kreinberg.de/index.php/21-05-15-aid-heft-sichere-weid...

und nochmal für alle, denen zusätzlich zum Zaun ein Herdenschutzhund mehr Sicherheit verspricht:

http://ag-hsh.de

Interessantes und "von außen" so nicht Erwartetes unter

http://www.wolfcenter.de/Vision-Standpunkte