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Wie versprochen-
das Porträt des Januar gilt unserem Herdenschutzhundnachwuchs:

die neuen Beschützer unserer (und weiterer) Schafe sind am 3. Oktober geboren - mittlerweile ist der Nachwuchs an jungen Pyrenäenberghunden sehr rege und nicht nur von der Farbe her, sondern auch hinsichtlich des Temperamentes gut zu unterscheiden.

 

 

ein Teil der Truppe im November

Attila
Aslan

Ada
Albert

skeptisch
und ausgelassen, mit fliegenden Ohren

...nur ein paar Eindrücke der Bande- einige sind mittlerweile schon gut an ihrem neuen Wirkungsort integriert, andere warten noch auf ihre Abholung. Sie lernen, ihre Herden gut zu bewachen und über Abschreckung ihr Territorium von Gefährlichem frei zu halten -angeleitet von den erwachsenen Hunden, die seit Jahren ihre Schafe wirksam verteidigen.

 (c)schaeferei-humpert

 

Der Luchs lebt immer noch im Bereich unserer Flächen - aber er vergreift sich nicht mehr an den Schafen. Fuchs und Waschbär sind kein Thema mehr, genausowenig wie Krähen. Fünf Welpen werden bei uns bleiben - und gegen wildernde Hunde wie einwandernde Wölfe hoffentlich erfolgreich sein.


 

Dezember: wir haben gefühlt Frühling. Entweder die Flächen sind derart wassergesättigt, dass auf ihnen kein Verbleib mehr möglich ist- oder es gibt Futter ohne Ende, auch auf Greeningflächen, die (in NRW) von Schafen ja ohne Einschränkung beweidet werden dürfen. Kein Dezember mit Kapuze und kalten Füßen, trotz Wolle in den Schuhen.
Es ist warm; die Mücken tanzen im milden Sonnenlicht - und bringen uns hoffentlich keine Blauzunge, ob aus Österreich oder Frankreich. Ein ungutes Gefühl im Nacken, das angesichts ungeklärter Impfstrategie nicht weichen will. 
Agrarprämien sind nicht ausgezahlt; es war wichtiger, Luftbilder aus 2014 nachzubearbeiten, ob auch niemand zuviel Quadratmeter beantragt hat (der Kontrollaufwand dürfte diese möglichen Fehlzahlungen kostenmäßig bei weitem übersteigen)-
"brutto für netto" wäre eine für alle dynamischen Flächen vernünftige Lösung.
Hoffentlich halten die Betriebe durch, die auf eine Auszahlung erster Agrarumweltmaßnahmen wie gewohnt im Oktober angewiesen sind. Dass solche Abhängigkeiten weiter geschürt werden, ist eigentlich nicht tragbar in einer Gesellschaft, die Biodiversität und Klimaschutz will und just jene nicht dafür bezahlt, die das "nebenher" leisten-
die Beweider aller Arten von Grünland.
Dass diese auch keinen angemessenen und festgesetzten Schutz vor dem wiederauftauchenden Wolf erhalten, wirft kein gutes Licht auf den Gedanken von Tier-und Artenschutz, der angeblich so fest verankert ist. Ob sich da mal was tut, was zu den schönen Worten passt?
Sonderbare Gedanken zum Jahreswechsel...und die Hoffnung, dass die, die als erste zum Stern gekommen sind, nicht untergehen werden, sich nicht unterkriegen lassen, weiter ihre gute Arbeit tun können.


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                  Das Porträt des Monats Juni gilt der Margerite -

(Chrysanthemum leucanthemum) 
auch Wiesenwucherblume genannt
Die Margerite ist eine typische Wiesenblume. Sie tritt zumeist in großen Blütengemeinschaften auf und neigt zum Verdrängen anderer Pflanzen..
Die Margerite ist in ganz Europa und Nordamerika häufig und findet sich bis in alpine Hochlagen.
Ihr Ursprung liegt höchstwahrscheinlich in Nordafrika.
Bevorzugt werden lichte Wiesen und neu angesäte Flächen. Auch auf Magerwiesen und Halbtrockenböden sieht man die Margerite häufiger. Zu nasse Böden werden gemieden.
 


Die Wiesen-Margerite ist eine mehrjährige krautige Pflanze mit einer Höhe von 30 bis 60 Zentimetern. Der kantige Stengel ist meist unverzweigt. Die spatelförmigen Laubblätter sind wechselständig angeordnet, im  unteren Bereich meist grob gezähnt, oberen weniger stark.
Die körbchenförmigen Blüten der Margerite haben einen Durchmesser von vier bis sechs Zentimeter und verbreiten  einen unangenehmen Geruch, besonders beim  Verwelken.
Der ganze körbchenförmige Blütenstand dient zum Anlocken der bestäubenden Insekten wie  Wespen, Wildbienen, Fliegen, Käfer und Tagfalter - 
dabei dienen die weißen Zungenblüten als Schauorgane und nur die Röhrenblüten sind fruchtbar. Die (weiblichen) Zungenblüten sind reinweiß, die (zwittrigen) Röhrenblüten goldgelb. 
So vermehren sich Margeriten auch über Selbstbestäubung.
Die Blüten erscheinen von Mai bis September.
blühende Wiese


Grünwidder der Trockenrasen auf einer Blüte
Die Verbreitung der Früchte findet durch Wind und Tiere statt; besonders an den Hufen von Wild-und Weidetieren bleiben die Früchte haften.
Die Wiesen-Margerite ist nicht giftig, aber fast alle Pflanzenteile können bei Berührung mit der Haut Kontaktallergien  auslösen.  
Margeriten sind mit diversen Zuchtformen auch beliebte Zierpflanzen.
Die Margerite als Wildpflanze ist nicht gefährdet und weit verbreitet, sie befindet sich aber dennoch im Rückzug.
Auf reinen Mähwiesen verschwindet sie - eine  Beweidung hingegen fördert den Verbleib dieser klassischen Sommerblume

 


Das Porträt des Monats Mai ist der Akelei gewidmet,


                           

 

die dies Jahr viel früher blüht als sonst - wie so viel anderes auch.


 

April 2014 sieht es noch nicht besser aus -
wir sind des Lammens müde, und nicht nur wir:



 

einen (für unser Empfinden) nicht wirklich hübschen, aber sehr bemuskelten Fleischschafbock der Rasse Charmoise haben wir testweise zur  Erzeugung von Kreuzungslämmern eingesetzt


und natürlich gibt es da wieder die, die die Rassebeschreibung nicht gelesen haben:
natürlich sind schwarz, grau, braun und weiß zulässige Herdbuchfarben -

aber doch nicht auf demselben Lamm!



 

die Lämmer allerdings sind schon jetzt sehr knuffig -

und haben zum Glück zumindest im Gesicht
recht viel von ihren Müttern


umsonst auf ein aktuelles Porträt des Monats März gewartet -

dabei war es fast fertig -

aber dafür muss man ins Büro.

Und da kommen wir zur Zeit so gut wie gar nicht hin-

wer ist schuld?


eine kleine Moorschnucke
was willst Du?

jede Menge neue Lämmer -

wegen der Grünen Woche hatten wir die Zuchtböcke erst
später in die Deckgruppen gegeben -
nur nicht bei den Weißen Gehörnten, denn die lammen ja ohnehin streng saisonal erst später..

Vermutlich haben die sich gedacht: wer soll schon so lange warten,
bis es angemessener Weise Lämmer im Stall gibt -
unsere Weißen Gehörnten lammen dies Jahr mal sechs Wochen früher, und mittlerweile sind von allen drei Rassen Lämmer da.

Eine repräsentative Auswahl der angesagten Gesichter der Saison:

demnächst auf dieser Homepage


Blaumeisen sind recht gut erforscht, allerdings meistens Populationen, die in Nistkästen brüten. Die Übertragbarkeit solcher Ergebnisse muss wie üblich relativiert werden.
Wie die meisten Kleinvögel erreichen Blaumeisen die Geschlechtsreife noch vor Vollendung des ersten Lebensjahres. Bereits ab Mitte Januar beginnt mit der Auflösung der gemischten Winterschwärme das Revierverhalten. Durch die gemeinsame Verteidigung des Brutreviers, bei der gelegentlich auch vom Weibchen Reviergesang zu hören ist, nimmt die Intensität der Paarbindung zu.

Blaumeisen bauen – wie alle Meisen – im Vergleich zu anderen Höhlenbrütern vergleichsweise aufwendige Nester. Bei der Wahl der Höhle sind die Blaumeisen recht flexibel, verwenden aber fast ausschließlich bereits vorhandene Höhlen, auch von Spechten.  Eine typische Blaumeisenhöhle liegt höher am Baum, hat eine kleinere Einflugöffnung und eine geringere Innentiefe als jene anderer Meisen.

Viele Blaumeisen brüten in menschlichem Siedlungsgebiet in künstlichen Nisthilfen, am liebsten mit einer Einflugöffnung von 26 bis 28 Millimetern Durchmesser, die den Hauptkonkurrenten Kohlmeise ausschließen. Nicht ganz so häufig wie Kohlmeisen, jedoch regelmäßig, nutzen Blaumeisen auch ungewöhnliche Plätze im Siedlungsraum zum Brüten, wie Spalten im Mauerwerk oder im Freien stehende Briefkästen.

 

 

Das allein das Nest bauende Weibchen beginnt mit der Außenschicht aus Moos und zerbissenen, geknickten einzelne Grashalmen. Anschließend  werden vor allem Tierhaare und Federn als Polsterungverwendet. Die Dauer des Nestbaus ist unterschiedlich und wird vor allem vom aktuellen Wettergeschehen beeinflusst. Die Gesamtbauzeit kann zwischen 2 Tagen bei einer Ersatzbrut und 14 Tagen liegen.

 Die Eier der Blaumeise sind denen anderer Kleinmeisen sehr ähnlich und optisch kaum von ihnen zu unterscheiden. Sie besitzen eine weiße Grundfärbung unddie für Meisen typische Spindelform auf

Der Legebeginn fällt in den März und ist abhängig von der Tageslichtlänge und Temperatur. Der Legebeginn hat sich nach entsprechenden Versuchsdaten im Laufe der letzten Jahrzehnte deutlich verfrüht. Blaumeisen reagieren damit möglicherweise auf die globale Erwärmung.
Der Lebensraum scheint der entscheidende Faktor für die Gelegegröße zu sein, was auf die unterschiedliche Verfügbarkeit von Beutetieren zurückzuführen ist.

In den meisten Lebensräumen treten nur in Ausnahmefällen Zweitbruten auf, die Häufigkeit liegt in der Regel deutlich unter 10 Prozent. Wie bei den anderen verwandten Meisenarten bebrütet bei der Blaumeise ausschließlich das Weibchen das Gelege, das Männchen verteidigt das Revier und

Die Gewichtszunahme der Nestlinge ist zwischen dem 5. und 12. Nestlingstag am deutlichsten. Kurz vor dem Ausfliegen erreichen sie fast das Gewicht der Altvögel.

 

Ältere Nestlinge klettern häufig an der Höhlenwand zur Einflugöffnung, um gefüttert zu werden.So nehmen sie frühzeitig die Umgebung in Augenschein, was vermutlich für ihre spätere Habitatwahl von Bedeutung sein dürfte. Das Ausfliegen scheint an keine bestimmte Tageszeit gebunden zu sein, eine Tendenz zu den Stunden des Vormittags wurde aber beobachtet. Die Jungvögel fliegen meist recht zügig hintereinander aus, in Richtung nahe gelegener, dichter Vegetation. Auch außerhalb der Bruthöhle werden die Jungvögel weiter gefüttert.
Die Sterblichkeit im ersten Lebensabschnitt scheint sehr hoch, jedoch wandern die Jungvögel zügig ab und sind nicht unmittelbar zu beobachten. Neben der Nestlingsmortalität ist insbesondere die hohe Sterberate im ersten Lebensjahr von großer Bedeutung und in hohem Maße witterungsabhängig. Nur etwa ein Viertel der ausgeflogenen Jungvögel brütet im Folgejahr.
Nur wenige Blaumeisen werden älter als zwei Jahre. Die ältesten Exemplare mit über zehn Jahren lebten in Großbritannien, möglicherweise aufgrund der milderen Winter.


Nach der Brutsaison lösen sich Paar- und Familienverbände allmählich auf. Im Herbst und Winter schließen sich Blaumeisen größeren, meist gemischten Trupps an,  zu denen auch Kleiber oder andere meisen gehören können. An interessanten Futterstellen, kann es dabei zu Auseinandersetzungen kommen, dabei ist die Blaumeise häufig auch gegenüber größeren Vögeln dominant – im Gegensatz zur Auseinandersetzung um Bruthöhlen.

Überhaupt verfügen Blaumeisen  im Verhältnis zu ihrer Größe über eine hohe Aggressivität. Innerhalb der Blaumeisen besteht eine ausgeprägte Rangordnung, in der einzelne Männchen dominieren.
Trotz der vergleichsweise geschützten Brut in Höhlen sind Verluste durch Beutegreifer hoch, in Naturhöhlen deutlich höher als in Nistkästen. Unter den Säugetieren sind besonders die Marderartigen bedeutsam, vor allem Wiesel. Bei den Vögeln ist der Buntspecht der bedeutendste Nestfeind. Er erweitert das Einflugloch oder hackt sich anderweitig einen Zugang zur Bruthöhle und sucht dort nach Eiern und Jungvögeln.
Der wichtigste Feind erwachsener Blaumeisen ist der Sperber. Er erlegt bis zu 17 Prozent der Brutvögel. In ihrem Verhalten zeigen Blaumeisen deutliche Anpassungen an ihren Hauptfeind: beispielsweise ist der hochfrequente Warnruf  für den Sperber kaum hörbar und äußerst schwer zu orten. Neben dem Sperber erbeuten auch Turmfalken manchmal  Blaumeisen in städtischen Lebensräumen.
etwas unfertig und leicht geknautscht sieht dieser gerade ausgeflogene Nestling noch aus-

guten Flug

 


Porträt des Monats Februar ist
die Blaumeise (parus caerulus)

normalerweise um  diese Zeit Gast am Futterhaus, in diesem milden "Winter" aber eher schon mit Frühlingsgesängen in den Zweigen unterwegs. Eine Beschreibung des Vogels erübrigt sich bei diesem bekannten Sänger, dessen "zizi" jeder schon gehört haben dürfte.

Die Bilder sind natürlich noch nicht von diesem Jahr - da sind die Sänger zu hören, aber nur an ihrem Huschen zu lokalisieren...

Bevorzugte Lebensräume sind Laub-und Mischwäldern mit hohem Eichenanteil; in reinen Nadelwäldern fehlt die Blaumeise. Der quirlige Singvogel ist auch häufig in Parkanlagen und Gärten zu finden,; er nutzt auch von Menschen geschaffene Lebensräume. Außer in Europa kommt sie in einigen angrenzenden Gebieten Asiens vor, in Nordafrika und, als Unterart angesehen, auf den Kanarischen Inseln. In hohen Lagen ist die Blaumeise eher selten, was an dem dort eher fehlenden Nahrungsspektrum liegen dürfte,
Es nisten weniger als zwei Paare auf einem Hektar, jedoch können Reviere direkt aneinander grenzen. Blaumeisen sind Standvögel oder auch Teilzieher, die relativ treu in die Nähe ihres Geburtsortes zurückkehren.

Der Anteil der tierischen Nahrung beträgt ungefähr 80 Prozent der Gesamtnahrung vorzugsweise sehr kleine Beutetiere unter zwei Millimetern Länge. Neben Schmetterlingen sind besonders insbesondere Blattläuse wichtige Nahrung, aber auch allerlei andere Insekten und Spinnen. Der wichtigste pflanzliche Nahrungsanteil sind Bucheckern sowie andere Sämereien, Beeren und Knospen.

Außerdem fressen Blaumeisen insbesondere im Winterhalbjahr regelmäßig an künstlichen Futterstellen.
In den späten 1940er und den 1950er Jahren wurde in England beobachtet, dass manche Vögel mit Stanniol verschlossenen Milchflaschen öffnen konnten.  Dies leitet sich möglicherweise vom Auswickeln in Blättern eingerollter Larven her und wird heute als echte Verhaltenstradition gewertet. Blaumeisen lernen durch Beobachtung: die britischen Artgenossen schauten sich das Prinzip ab.

In stark vom Menschen beeinflussten Lebensräumen werden auch bis zu 15 Prozent an künstlicher Nahrung bei der Aufzucht verwendet, allerdings nicht nur geeignete Nahrungsmittel,.

Für die Nahrungssuche spielt unter den Gehölzen die Eiche ganzjährig eine wichtige Rolle. Der Einfluss vergleichbarer Arten auf die Wahl des Lebensraumes wurde bei der Blaumeise intensiv untersucht, da mehrere andere Vogelarten im selben Biotop anzutreffen sind und eine ähnliche Ernährungsweise haben. Die geringe Körpermasse der Blaumeise bestimmt ihren Lebensraum: sie bevorzugt dünne Ästchen und Zweige, auch hoch oben im Baum. Die Blaumeise besetzt in den Laubbäumen eine ähnliche ökologische Nische wie Wintergoldhähnchen und Tannenmeise im Nadelwald.
Blaumeisen beginnen den Tag früher als Kohlmeisen und sind auch abends länger aktiv. Sie verbringen einen Großteil ihrer Zeit mit der Nahrungssuche.

Blaumeisen übernachten im allgemeinen einzeln, vom Spätsommer bis zum Frühjahr in Baumhöhlen, sonstigen Nischen und auch Nistkästen. Im Sommer wird vermutlich außerdem auf Zweigen im Freien übernachtet. Auch hier ist ständiger Hauptkonkurrent  die Kohlmeise. Blaumeisen baden häufig und intensiv, neben Wasserbädern sind auch Bäder im Schnee zu beobachten

Blaumeisen legen fliegend meist nur kurze Strecken zurück, zwischen Bäumen oder von Zweig zu Zweig. Beim Flug über längere Distanzen meiden sie wenn möglich das Überfliegen von Freiflächen, der Flug ist bogenförmig und relativ langsam. Die Blaumeise kann sich mit ihren kurzen, kräftigen Zehen viel besser hängend an Zweige und Blätter klammern als alle anderen Meisenarten und benutzt ihre Füße geschickt als Werkzeug.

 


Aus Anlass der 5, Bundesschau Landschafe im Rahmen der Internationalen Grünen Woche Berlin ist das
Porträt des Monats Januar
einem einzelnen Tier gewidmet: 

dem Bundessiegerschaf von 2002    -  "Italia"

Diese Skudde mit der Ohrmarke S 1749,  geboren 1998 in unserer Schäferei,  gewann den begehrten Siegertitel auf der 2.Bundesschau Landschafe - das war die erste, die in Berlin stattfand (die allererste wurde in Krefeld organisiert).

(Nicht nur) damals bemerkenswert, dass eine gehörnte Skudde das Siegertreppchen erklomm - vielfach geriet in Vergessenheit, dass Skudden zumindest vom Genotyp her behornt sind, auch wenn sich das nicht unbedingt im Erscheinungsbild wiederspiegelt.

Dies Schaf brachte in unserer Schäferei eine Reihe sehr ordentlicher Nachkommen -
im Frühjahr 2013 stellten wir sie auf eine Weide mit weichem Gras - alte, verdiente Schafe müssen nicht unbedingt im Naturschutzgebiet eingesetzt werden -
und Italia entschied sich, dort sterben zu wollen.
Wir ließen sie auf der fest eingezäunten Weide mit ihren vertrauten Herdenmitgliedern -
sie hatte lange auf das Frühjahr gewartet.
(Viele unserer alten Schafe halten den Winter durch, um dann im frischen Grün zu sterben).

Nachdem der fünfte Spaziergänger angerufen hatte, dass da an dem Busch (den man eigentlich gar nicht einsehen konnte) ein Schaf läge, dem es offenbar nicht recht gut gehe, holten wir die alte Dame wieder in den Stall.

Es ist nicht vernünftig, ein sterbendes altes Schaf zu drehen, damit es sich nicht wundliegt...man tut nicht immer vernünftige Dinge...

am zweiten Abend stand eine sichtlich angeschlagene          gerade wieder auf den Füßen                           ,
aber resolute alte Schafdame  in der Box und
beschwerte sich, dass es nichts zu essen gäbe.  
                                    ..
Nach einigen Tagen wollte sie Gesellschaft - neue Boxengenossen: 
ein verwaistes Moorschnuckenmädchen und ein ebensolcher kleinen Skuddenbock; beide wurden sofort adoptiert.
Allmählich bewegt man sich wieder in "richtige" Weideverhältnisse

Italia, allmählich wieder fit, mit ihren beiden Schützlingen

und kam gut übers Jahr.
Im Winter ist Italia mit der Herde in den Stall gezogen - sie steht mit allerlei Jungvolk zusammen und erfreut sich offenbar bester Gesundheit. Die sechzehn Jahre hat sie bald voll -
und bei der Vorgeschichte, wer weiß, wie alt sie noch wird...


                           alt und stolz


(c)schaeferi-humpert.de

Das Porträt des Monats Dezember

gehört in die Weihnachtszeit und zum Winter-

es behandelt eine besonders geschützte Pflanzenart, die in allerhöchstem Maße vom Zusammenspiel von Wind, Kälte und Luftfeuchtigkeit abhängt. Menschen bemerken sie besonders
bei passendem Licht. Sie ist sehr wärmeempfindlich und außerordentlich variationsreich.
Es handelt sich um   die Eisblume

Eisblumen entstehen als Sonderform des Raureifs. 

Raureif tritt vergleichsweise selten auf und wird oftmals mit
Reif oder auch Raueis verwechselt.

Das recht häufige Raueis entsteht bei Nebel und höheren Windgeschwindigkeiten, vorzugsweise, wenn sich Berggipfel bei windigem Tiefdruckwetter tagelang in dichten Wolken befinden.
Es wächst durch Anlagerung von Nebeltröpfchen als
nicht-kristalline weißliche Schicht dem Wind entgegen.
Durch Raueis können Bäume und Gegenstände vollständig in
eine poröse Eisschicht eingepackt werden, wodurch sie so
schwer werden können, dass sie abbrechen.

Reif entsteht bevorzugt in klaren Winternächten.
Ohne eine schützende Wolkendecke entweicht Wärme über die langwellige Ausstrahlung des Bodens in den Weltraum.
Dadurch kühlt sich die Erdoberfläche ab und daran die Luft.
Kalte Luft kann weniger Wasserdampf aufnehmen als wärmere,
so dass dieser abgeschieden wird. Bei Temperaturen über Null entsteht Tau, bei Frost Reif. Der Wasserdampf geht dabei
direkt von der gasförmigen in die feste Phase über, was man Resublimation nennt. Es entstehen kristalline Strukturen.


(c)schaeferi-humpert.de
Raureif
wächst ebenfalls in Form von Kristallen
durch Resublimation. Entscheidend für die Entstehung
ist ein leichter Wind. Außerdem muss die Luft
mindestens -8 Grad kalt und recht feucht sein
 (über 90 % Luftfeuchtigkeit).
Am besten funktioniert es bei leichtem Nebel.
Durch den Wind wird die Feuchtigkeit zu Gegenständen hin transportiert. Die Kristalle wachsen dabei dem
Wind entgegen, da die Luft bei ihrem Eintreffen aus der Windrichtung (Luv) an einem Gegenstand noch mehr
Wasserdampf enthält als kurz danach beim Überstreichen
der vom Wind abgewandten Seite (Lee).
Eine Besonderheit von Eiskristallen ist die, dass sie auch bei Luftfeuchten von unter 100 Prozent weiter wachsen, 
wenn sie erst einmal entstanden sind.
Durch Raureif können Bäume, Büsche und andere
Gegenstände mit nadelförmigen Eiskristallen in Form
sechsstrahliger Dendriten geschmückt werden.
Zu starker Wind zerstört die  filigranen Strukturen
gleich wieder.


(c)schaeferi-humpert.de

Eine besondere Form des Raureifs sind Eisblumen

Sie entstehen beispielsweise an dünnen Glasscheiben,
wenn die Außentemperatur unter 0 °C sinkt, dagegen die Luftfeuchtigkeit im Raum entsprechend hoch und die 
Wärmedämmung des Fensters relativ gering ist - dazu Kristallisationskeime oder -kerne wie zum Beispiel
Staubteilchen auf dem Glas vorhanden sind, an denen
Wasser kristallisieren kann.

Wärmere Raumluft, die zur Scheibe strömt, kühlt ab.
Mit abnehmender Temperatur sinkt auch die Fähigkeit der
Luft, Feuchtigkeit aufzunehmen. Der Wasserdampf, den
die Luft nicht mehr aufnehmen kann, gefriert an der Scheibe
und bildet Eiskristalle. Mit der Menge der Feuchtigkeit
wächst die Eisblume und kann die ganze Scheibe bedecken.
Mehrere Eisblumen können zu einem großen Muster aneinanderwachsen.


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Eine weitere Variante der Eisblumen entsteht auf
der Außenseite von Autos und anderen Gegenständen
im Freien und ist dort nicht nur an den Fenstern,
sondern auch auf den Lackflächen u.ä. zu beobachten.
Sie entstehen,  wenn sich in der kalten Jahreszeit
Gegenstände unter den Gefrierpunkt abkühlen.
Eine Sonderform der Eisblumen sind Meereisblumen,
die im Frühling und Herbst in Arktis und Antarktis
entstehen.

Da mittlerweile fast ausschließlich 
Mehrfachverglasung
angewandt wird, sind Eisblumen an
heimischen Fenstern heute selten.
Man kann sie jedoch noch an Flugzeugfenstern
beobachten - 
und in unserem denkmalgeschützten Haus gibt es
(heizungs-, klima und finanztechnisch durchaus
fragwürdig) noch einige Fenster, bei denen
wir uns über diese Form von Flora freuen können.
So tun wir auch hier etwas für bedrohte Arten




Der November 2013 war ein Pilzmonat -

selten waren hier so wunderbare Pilze zu sehen. Nachfolgend eine Auswahl - die meisten uns unbekannt. Wer sich auskennt und den Rest bestimmen kann - bitte gern melden...

 

 


Schopf-Tintling (Coprinus comatus)

Kirschroter Saftling (Hygrocybe coccinea) ??
Samtfußrübling "Winterpilz" (Flammulina velutipes)


Sehr geehrte Besucher unserer Seite - seit Wochen kann ich die Daten nicht aktualisieren. Grund ist nicht etwa Schlamperei oder der durchaus vorhandene Zeitmangel - diesmal sind es tatsächlich andere, die mit lapidarer Erklärung unsere Aktualität untergraben...

Sehr geehrte Kundin,
sehr geehrter Kunde,

Aufgrund einer Datenbankwartung sind aktuell keine Änderungen an Ihrer Homepage, welche mit dem WEB.DE oder GMX WebBaukasten erstellt wurden möglich. Das gilt auch für den Zugriff über das FTP Protokoll über Ihren PC.
Wir arbeiten an der Behebung der Störung. Ihre Homepage ist aber weiterhin  uneingeschränkt von überall erreichbar."

Wir bitten vielmals um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr WEB.DE Kundenservice

wenn das kein tolles Porträt des Monats Oktober ist...


 

Das Porträt des Monats September 2013 heißt:

die Goldene Acht (colias hyale) und ist ein Schmetterling aus der Familie der Weißlinge (Unterfamilie Gelblinge).Sie ist auch unter den Namen Posthörnchen,Weißklee-Gelbling, Gemeiner Gelbling, Gelber Heufalter oder Gemeiner Heufalter geläufig.

In Größe und Farbgebung recht variabel, ist die goldenen Acht in geöffnetem Zustand fast nicht mit der Kamera einzufangen, da sie sehr schnell wieder auffliegt.

In Europa haben die männlichen Falter eine Spannweite von 35-40 mm und eine gelbe Grundfarbe. Die Weibchen haben eine Spannweite von 38-42 mm und eine grünlich-weiße Grundfarbe, nur die Spitze der Vorderflügel und die Hinterflügel sind auf der Unterseite gelblich. Die Flügeloberseite beider Geschlechter hat eine bestäubte dunkelbraune bis schwarze Randbinde, wobei diese auf den Hinterflügeln nur schmal ist. In der Zelle der Vorderflügel befindet sich auf der Ober- und Unterseite ein schwarzer Fleck. Die Männchen haben auf der Oberseite der Hinterflügel in der Zelle einen orangen Fleck mit rotem Rand, auf der Unterseite ist dieser Fleck hell und deutlicher rot umrandet. Dieser Fleck kann durch den roten Rand zweigeteilt sein, so dass er ähnlich wie bei anderen Gelblingen der Gattung Colias einer Acht ähnelt. Bei den Weibchen ist der orange Fleck auf der Oberseite der Hinterflügel nicht umrandet.
Die Männchen können im Flug durchaus mit helleren Exemplaren des Postillions verwechselt werden, die Art insgesamt leicht mit dem Hufeisenklee-Gelbling.


Die Goldene Acht ist ein Schmetterling mittlerer Breiten. Sie ist von den Pyrenäen bis Nord-China verbreitet, meidet heiße und trockene Gebiete ebenso wie ausgesprochen kalte. Daher fehlt sie im Mittelmeerraum und in Südasien und tritt in England und Skandinavien nur im Süden als gelegentlicher Zuwanderer auf. Auch in Nordwestdeutschland und den Niederlanden ist sie nicht jedes Jahr anzutreffen.

Die Goldene Acht ist ein Offenlandbewohner. Im Gebirge steigt sie bis etwa 1900 m ü. NN.
Der Falter fliegt in der gesamten genutzten und ungenutzten Kulturlandschaft über offenem Gelände, besonders über Wiesen mit  Klee  und Luzerne, Streuobstwiesen, über Mager- und auch Feuchtwiesen. Für die Eiablage werden Wiesen und Weiden, Magerrasen, Wacholderheiden und Brachen bevorzugt. 
Das Wanderverhalten der Goldenen Acht ist stark ausgeprägt. Sie bewegt sich hauptsächlich innerhalb ihres Verbreitungsgebietes, erkundet jedoch auch neue Regionen, in denen sie aber nicht unbedingt heimisch wird.  

Im Hochsommer und Herbst kann die Art auf blütenreichen Wiesen überall sehr häufig werden. In  speziellen Gebieten fehlt sie oft jahrelang, um nach Zuwanderung plötzlich wieder zahlreich aufzutreten. Möglicherweise ist sie im nächsten Jahr aber schon wieder verschwunden.



Die Weibchen legen die Eier im Herbst grundsätzlich an vollsonnigen Stellen ab.
Die Raupe der Golden Acht ist grün und zeigt zwei dünne, grün-gelbe Seitenlinien mit orange-braunen Strichen. Sie ist kaum von der Raupe des  Postillions zu unterscheiden.
Die Raupen überwintern und verpuppen sich im darauf folgenden Frühjahr als grüngelbe Gürtelpuppe.
Die Art bildet von April/Mai bis September/Oktober zwei bis drei Generationen aus. 
Die Raupe der Goldenen Acht lebt an Luzerne,  Kronwicke, verschiedenen Kleearten und an verschiedenen Wickenarten, an denen das Weibchen auch die Eier ablegt.
Die Falter fliegen im Sommer bevorzugt violette und im Herbst gelbe Blüten an.

Die Goldene Acht ist insgesamt nicht bedroht. In einzelnen  Bundesländern sind die Bestände jedoch so weit zurück gegangen, dass der Falter dort als gefährdet eingestuft wird.



 

Im August stellen wir ein Tier vor, das man üblicherweise nicht  oder nur ganz kurz von hinten sieht, welches aufmerksame Lauscher jedoch hören können:

das Teichhuhn, korrekter: die Teichralle (gallinula chloropus).

Das  so genannte Teichhuhn ist gar kein Huhn, sondern gehört zu den Rallen. Mancherorts, wie auf Parkgewässern, ist es sehr zutraulich - eigentlich aber außerordentlich scheu.
(An  einem unserer Gewässer brütet seit Jahren eines, ist aber verschwunden, sobald mein Auge es erfasst hat - von der Erfassung durch die Kamera ganz zu schweigen.
Die nachfolgenden Bilder sind in Ostfriesland entstanden - ohne Hinweis darauf, ob ostfriesische Rallen zutraulicher sind...).

Teichrallen geben kurzsilbige, abgehackte Warnlaute von sich und verschwinden, wenn möglich, bei Gefahr in die Ufervegetation, kurz über dem Wasser fliegend oder laufend, natürlich auch tauchend.

Gegenüber möglichen Reviermitbewohnern sind sie häufig recht aggressiv, fauchen und fliegen sie an.


Teichrallen haben sich an die verschiedensten Lebensräume angepasst und sind nahezu weltweit verbreitet und kommen in 16 Arten in Europa, Afrika, großen Teilen Asiens und in Nord- und Südamerika vor. Nur in Australien, Island und Nordeuropa leben keine Teichrallen.

Man findet sie an jeglicher Form von (Süßwasser-)Gewässern  -
Seen, Flüsse, Teiche, Kiesgruben und Feuchtgebieten aller Art, deren Ufer dicht bewachsen ist und wo es Schwimmblattpflanzen gibt (Teichlinse u.ä.)- die Vegetation ist wichtiger als die Wasserqualität. 
Ihr Nest errichten Teichrallen in Wassernähe oder auf dem Wasser, oft auf Basis des Balzplatzes, der zur Paarbildung errichtet wurde. Die Nester sind nicht besonders haltbar.

Teichrallen ernähren sich von Gräsern, Schilfspitzen, Wasserpflanzen. Auch die Samen und Früchte von Sumpf- und Wasserpflanzen stehen ebenso auf ihrem Speiseplan wie Schnecken, Insekten, Würmer und Kaulquappen.

Teichrallen erreichen eine Körperlänge von etwa 32-35 cm, eine Flügelspannweite von 50-55 cm und ein Gewicht von 200-450 g.

Sie tragen ein dunkles Federkleid mit je einem weißen, mehrfach abgesetzten Längsstreif an den Flanken. Auf der Unterseite ist das Gefieder schiefergrau.

Typisch für  Teichrallen sind der rote Schnabel mit der gelben Spitze, ihre rote Stirnplatte und die roten Augen.

Füße und Beine sind gelblich grün; und die Beine weisen ein rotes Band auf.

Teichrallen zucken beim Schwimmen ständig mit dem gestelzt getragenen Schwanz und nicken rhythmisch mit dem Kopf.


Dunenjunges
Das Weibchen legt ab März in der Regel zwischen 5 und 9 grauweiß bis gelblichbraune oder grünliche Eier.

Teichrallen brüten mindestens zweimal im Jahr, manchmal bis zu viermal. Beide Eltern versorgen die Jungen. Als Besonderheit gilt, dass auch ältere Geschwister sich um Küken der nachfolgenden Brut kümmern, was der Teichralle zu einer gewissen Einzigartigkeit gereicht.

Die Brutzeit, in der die Eier von beiden Geschlechtern ausgebrütet werden, liegt zwischen 17 und 24 Tagen. Die Dunenküken sind Nestflüchter, bleiben aber noch einige Zeit in Nestnähe. Sie können sich durch ihr geringes Gewicht gut auf mit Wasserlinsen bedeckter Oberfläche halten.
Anfangs bedecken sie lange schwarze Dunen, während die Kopfoberseite fast nackt ist. Die Haut über den Augen ist hellblau und am Scheitel rosa. Später färben sie sich olivgrün-grau und sind damit unter dem Schilf fast nicht zu erkennen. Die bunte Farbe entwickelt sich im Frühjahr nach dem Jahr der Geburt
Im Alter von etwa 35 Tagen sind sie selbständig.


Jungralle
erwachsene Ralle

Der Bestand an Teichrallen gilt als insgesamt stabil. In NRW steht die Teichralle allerdings auf der Vorwarnliste, was sich eher auf Tiere in der Landschaft bezieht, nicht auf die im Stadtpark... 
Feinde wie Greifvögel oder größere Fische (für Jungtiere) bringen das Gleichgewicht nicht durcheinander.
Größere kurzfristige Bestandsschwankungen in Mittel- und Westeuropa sind in erster Linie auf hohe Verluste in strengen Wintern zurückzuführen.
Langfristige Rückgänge sind jedoch vor allem auf Biotopverluste, Störungen durch verschiedene Freizeitaktivitäten und einen zunehmenden Konkurrenzdruck durch Blessrallen zurückzuführen.


 

Das Porträt des Monats Juli -

das Schachbrett (Melanargia galathea),
ein Augenfalter aus der Familie der Edelfalter(Nymphalidae), mancherorts auch "Damebrett" genannt aufgrund des typischen Musters...aktuell auf geeigneten Standorten in großer Zahl zu bewundern.

Die Tiere kommen von Nordafrika nordwärts bis Norddeutschland und ostwärts etwa bis zur Türkei vor, in Höhelagen von Meeresniveau bis etwa 1.750 Metern. Das Schachbrett ist in Mitteleuropa teilweise häufig, in Süddeutschland allerdings wesentlich häufiger vertreten als in Mittel- und Westdeutschland.

Der Falter lebt in eher trockenen, grasbewachsenen Gegenden, auch an lichten Waldrändern; Kalkmagerrasen an sonnigen Hängen zählen zu den bevorzugten Standorten.

 


 

im Juli sollte es eigentlich ein schönes Porträt eines Vogels geben -

aus aktuellem Anlass porträtieren wir eine absolute Fehlplanung in der Landschaftsentwicklung:

es herrschte vor einigen Jahren der Trend, an vielen Ecken der Landschaft "Teiche" anzulegen - regional besteht diese Idee weiter, und eigentlich ist sie auch gut


 

 

diese Teiche, teilweise auch eher Wasserlöcher,
bieten Fröschen, Molchen, Libellen und vielen weniger auffallenden Wasserbewohnern
eine Möglichkeit zum Laichen bzw.zur Eiablage
und natürlich auch Futter.

Teilweise haben sie im Laufe der Zeit eine schöne Struktur entwickelt - Pflanzengesellschaften am Rand wie unter Wasser -

und etliche davon sind sogar als Teiche in den Verzeichnissen registriert, je nachdem, welche Behörde oder Organisation sie seinerzeit in Auftrag gegeben hat.

In einem überschwemmungsreichen Frühling wie diesem locken solche Gewässer noch mehr Tiere an als üblich

Teich, dreifach so groß wie üblich

 

Wenn dann das Oberflächenwasser zurückgeht, hat der Teich wieder seine normale Größe


Molche siedeln sich sehr schnell an
Herdenschutzhund trinkt am Teich

 

 

zu dumm, wenn man vergessen hat, den Teich an einem Ort einzurichten, wo der Boden das Wasser auch hält

 

......

 

 

und Pech für die potentiellen Bewohner, wenn es keineVerbindung zu weiteren wasserführenden Schichten , also auch keinen Wassernachschub gibt...

....


nur einige Zeit später - zu wenig für die Jungtierentwicklung

 

wenn das Wasser nicht mehr da ist, haben Laich, Kaulquappen oder Larven keine Chance -


 

und in einer solchen Bodenvegetation ist die Suche nach zu rettenden
Tieren vergeblich...

Vegetation im Schlammbett

 

Einladungen zu Sterben sind unfair,

daher der dringende Appell:

erst denken, dann Teiche anlegen.

(Das gilt natürlich nicht nur für die Anlage von Gewässern...)


 

Dann bekommen wir auch wieder gute Bilder - und lebendige Tiere in Lebensräumen, in denen gelebt werden kann

auch ein Herz für Tiere...

 

 

Das Porträt des Monats Juni -


einer jener Junglaubfrösche vom letzten Sommer (Augustporträt),
mittlerweile viel größer und dem Anschein nach gutgelaunt -
als Frosch kann man dem ewigen Wasser ja auch etwas abgewinnen.

Wir können bei dieser Witterung weder die restlichen Schafe ordentlich scheren noch das verbliebene Grün für Winterfutter mähen - sind aber froh, schon die Hälfte der Laubfrösche vom letzten Jahr wiedergesehen zu haben - eine gute Bilanz.

Und wenn der auf dem Foto nach oben steigt und "winkt" -
vielleicht wird das ja doch noch was mit dem Sommer 2013...


 

 

Das Porträt des Monats Mai

ist...ins Wasser gefallen...

nein, es steht nur bis zum Bauch drin und frisst dennoch zufrieden das sehr saubere Gras.  Die Weißen Gehörnten Heidschnucken haben offenbar keine großen Schwierigkeiten mit dem "Land Unter".
Für die Lämmer allerdings dürfte es nun langsam wärmer und trockener werden.
Hoffen wir also auf den Juni...

 

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durchaus idyllisch
aber auf Dauer doch etwas feucht

Ein besonderes Porträt des Monats April

 

suchen wir alle hier vergeblich -

er ist ein sehr vielseitiger Monat in diesem Jahr, und uns beschäftigt er vor allem mit vielen neuen Lämmern
und den Vorbereitungen für das Jubiläum am 27ten des Monats:
100 Jahre Schafzuchtverband NRW

 


und es wird doch Frühling...
geboren werden macht müde

Porträt des Monats März

Tja - es gibt da dauernd neue Gestalten, die uns an der Erstellung des geplanten Porträts hindern - aber vermutlich bringt es die extreme Kälte mit sich, dass etwas weniger Lämmer geboren werden und wir so auch mal wieder zu den anderen Arbeiten kommen...

In der Zwischenzeit bearbeiten nicht nur Schafherden die Felder...


Kraniche zwischen Bredenborn und Vörden

Und da ist es nun, das wirkliche Porträt vom März - und natürlich haben alle erkannt, wer sich da im Gesträuch verbirgt - oder?

 

Es ist - der Gimpel (Pyrrhula phyrrula),
neben vielen anderen Bezeichnungen auch unter dem Namen "Dompfaff" bekannt
(dies soll darauf zurückzuführen sein, dass das rote Gewand und die schwarze Kappe des kompakten Vogels mit der Optik von Domherren verbunden werden konnte). Dies Gewand konnte übrigens nicht verhindern, dass man in Deutschland bis ins 19. Jahrhundert Gimpel verzehrte - in Italien soll das bis heute so sein, allem klerikalen Kleide zum Trotz..
Der Gimpel wird mit Dummheit oder Tölpelhaftigkeit in Verbindung gebracht, weil er sich mit Hilfe eines Lockvogels oder der Imitation des "Stimmfühlungslautes" locken und einfangen ließ.
So dumm kann er eigentlich nicht sein, lernt er doch schnell Melodien, die man ihm vorpfeift. Das führte dazu, dass er als Sänger analog zum Kanarienvogel (oder auch von diesem abkupfernd) z.B. in den Handwerksstuben des 19. Jahrhunderts gehalten wurde.
Die Jungvögel lernen die Melodien ihres Vaters - und auch der Mutter, die mit Ausnahme der Brutzeit ebenfalls singt.

Der Gimpel gehört zur Familie der Finken (Fringillidae).
Er ist ein Teilzieher und siedelt in Europa sowie von Vorderasien bis Sibirien und Japan.

Der Vogel ist tagaktiv, hat allerdings kein eigenes Revier, sondern verteidigt nur sein Nest. Er versteckt sich meist im Gebüsch, wo er meist nur durch sein charakteristisches   "diüü" bemerkt wird.
Im Winter allerdings lässt er sich häufig beobachten, wenn er Beeren an den kahlen Sträuchern nascht- manchmal reicht es sogar für ein Foto...
Den Sommer über ernährt sich der Gimpel vorzugsweise von verschiedenen Samen und Knospen, wenn man die Stauden nicht zu stark abräumt, bis in Herbst und Winter hinein auch von deren Fruchtständen.

Gimpel führen eine monogame Brutehe, die im Winter beginnt und möglicherweise auch länger hält. Die Brutzeit liegt zwischen April und August. Das Nest wird in 120 bis 180 Zentimeter Höhe, vorzugsweise in Fichten, gebaut. Nach etwa zwei Wochen verlassen die Jungvögel das Nest, um mit ihrem Standortlaut den fütternden Eltern anzuzeigen, wer wo mit vorzugsweise Insekten gefüttert werden möchte. Nach gut fünf Wochen sind die Jungvögel selbständig.

Bis heute wird der Gimpel kontrolliert in Käfigen und Volieren gehalten und gezüchtet (Wildfänge allerdings sind nach Bundesnaturschutzgesetz verboten). In Gefangenschaft können sie ein hohes Alter erreichen (bis zu 17 Jahren im Vergleich zu den durchschhnittlich drei Jahren des freilebenden Gimpels).




 

Der Januar

Erich Kästner

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Der Weihnachtsmann ging heim in seinen Wald.
Doch riecht es noch nach Krapfen auf der Stiege.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Man steht am Fenster und wird langsam alt.


Die Amseln frieren.
Und die Krähen darben.
Und auch der Mensch hat seine liebe Not.
Die leeren Felder sehnen sich nach Garben.
Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben.
Und wär so gerne gelb und blau und rot.


Umringt von Kindern wie der Rattenfänger,
tanzt auf dem Eise stolz der Januar.
Der Bussard zieht die Kreise eng und enger.
Es heißt, die Tage würden wieder länger.
Man merkt es nicht. Und es ist trotzdem wahr.


Die Wolken bringen Schnee aus fremden Ländern.
Und niemand hält sie auf und fordert Zoll.
Silvester hörte man’s auf allen Sendern,
dass sich auch unterm Himmel manches ändern
und, außer uns, viel besser werden soll.

Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Kriege?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald.


 

 

Dezember

Das Porträt des aktuellen Monats befasst sich mit einem extrem versteckt lebenden Wesen, das allenfalls zu dieser Jahreszeit zu entdecken ist: mus noctis sanctae

Es handelt sich um einen Vertreter der Mäuseartigen(Muridae),die in über 1500 Arten unsere Erde bevölkern und damit rund ein Viertel aller beschriebenen Säugetierarten stellen. 
Mäuseartige sind eher kleine Nagetiere. Im Körperbau und in der Körperfunktion unterscheiden sie sich jedoch beträchtlich voneinander.

Mäuseartige leben weltweit verbreitet, ursprünglich fehlten sie nur in der Antarktis und auf abgelegenen ozeanischen Inseln. Sie zählen zu den wenigen Gruppen der "Höheren Säugetiere", die schon vor Ankunft der Menschen sogar in Australien vorkamen. Im Gefolge des Menschen haben sich einige Gattungen in Gegenden eingerichtet, die vorher nicht von Mäuseartigen besiedelt waren, so dass die Tiere überall vorkommen, wo es auch Menschen gibt.
Sie sind sehr anpassungsfähig, was mögliche Lebensräume betrifft.
Auch in Bezug auf die Lebensweise gibt es eine große Vielfalt. So gibt es neben Bodenbewohnern auch unterirdisch lebende und ausschließlich baumbewohnende Arten, neben tagaktiven auch nachtaktive und neben einzelgängerischen auch Arten, die in großen Gruppen leben.

Die Nahrung variiert gleichfalls. Viele Arten sind vorwiegend Pflanzenfresser, die sich von Gräsern, Samen, Knollen und weiterem pflanzlichem Material ernähren. Es kommen jedoch auch Allesfresser und einige Arten vor, die sich beispielsweise auf Insekten oder andere Wirbellose spezialisiert haben.

Die Fortpflanzung der Mäuseartigen ist grundsätzlich durch eine hohe Fruchtbarkeit, eine kurze Trächtigkeitsdauer und eine geringe Lebenserwartung zu beschreiben.

Der hier und heute vorgestellte Vertreter dieser Spezies ist nahezu unerforscht -
wovon genau er sich ernährt, ist ebenso vielseitig wie geheimnisvoll, und seine Fortpflanzung ein Buch mit sieben Siegeln,

Selbst der Name - mus noctis sanctae - ist wissenschaftlich nicht eindeutig zuzuordnen. Ein Text aus dem Nachlass Professor J.Krüss`
ist bislang der einzige schriftlich dokumentierte Nachweis zu diesem
einzigartigen Lebewesen.
Ganz aktuell sind uns einige Fotografien gelungen, die allerdings keine wissenschaftlich haltbaren Aussage zulassen, ob das gezeigte Exemplar als in irgendeiner Hinsicht repräsentativ für die Art gelten kann.

 




Die Weihnachtsmaus
Ein Gedicht von James Krüss

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
(sogar für die Gelehrten),
denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.

Mit Fallen oder Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem Mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
"Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen."

Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter,
was seltsam und erstaunlich war,
denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
"Ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen."

Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andern leckren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
"Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen."

Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: "Welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da,
und just am Feiertage!"

Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
"Sind erst die Süssigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!"

Und wirklich wahr:
die Maus blieb weg, sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus -
bei Fränzchen oder Lieschen -
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bisschen!

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen!



 

wir wünschen eine besinnliche Adventszeit

 

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Für den November -

vor dem Hintergrund noch nicht wieder ausreichend guter Kommunikation in manchen Bereichen

gibt es eine Anregung statt des üblichen Porträts -

und ein Doppelporträt im eigentlichen Sinne dazu


Gesetzt den Fall...  (von Robert Gernhardt)

Gesetzt den Fall, ihr habt ein Schaf gekränkt -
("Gesetzt den Fall" heißt "Nehmen wir mal an") -
gesetzt den Fall, es hat den Kopf gesenkt
und ist euch böse - ja, was dann?

Dann solltet ihr dem Schaf was Liebes sagen,
ihr könnt ihm dazu auch den Rücken streicheln,
ihr dürft nicht "Na, warum so sauer?" fragen,
ihr müsst dem Schaf mit Freundlichkeiten schmeicheln.

Sagt mir jetzt nicht: "Ich wohn´ doch in der Stadt,
wo soll ich da um Himmels willen Schafe kränken?"
Ich gebe zu, dass das was für sich hat,
doch bitte ich euch, Folgendes zu bedenken:

Ein gutes Wort ist nie verschenkt,
nicht nur bei Schafen, sondern überall.
Auch trefft ihr Schafe öfter als ihr denkt.
Nicht nur auf Wiesen. Und nicht nur im Stall.

(Na, wo denn noch?)

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Porträt des Monats Oktober

 

Die Mooreidechse (Zootoca vivipara, vormals Lacerta vivipara)

je nach Lebensraum auch Waldeidechse oder Bergeidechse genannt, war 2006 Reptil des Jahres und gehört zu den Echten Eidechsen.

 

Die tagaktive Eidechse kommt  in Mooren, Heiden und Grasfluren vor. Ebenso besiedelt sie aufgelassene Steinbrüche und Sandgruben, Dünen sowie Waldflächen und ist daher sehr weit verbreitet. Böschungen und Abbruchkanten mit reichlich Vegetation werden ebenso bewohnt wie artenreiche Säume, besonders auch Lichtungen. Die Art ist feuchtigkeitsbedürftiger als andere. Mooreidechsen fliehen bei Gefahr notfalls ins Wasser und entziehen sich schwimmend.

 

Mooreidechsen sind in der Regel lebendgebärend. (In der Regel meint genauer: die zwei bis zwölf Jungen sind bei der Geburt noch von einer Eihaut umhüllt, aus der sie sich in kurzer Zeit befreien.. (Ovoviparie) .Wird diese schon innerhalb des Mutterleibes durchstoßen, spricht man von Viviparie).

Daher können sie auch in kältere Lebensräume vordringen, die Arten wie der Zauneidechse verwehrt sind, welche ihre Eier an einem Ablageort durch die Sonnenwärme ausbrüten lassen. Die Mooreidechse hingegen kann mit den Eiern im Bauch jeweils ausreichend warme Plätze nutzen und Sonnenwärme tanken.

In Südeuropa kommen auch eierlegende Mooreidechsen vor.

 

Die Weibchen können sich in kurzer Zeit mit mehreren Männchen paaren, so dass die Jungen aus einer Geburt verschiedene Väter haben können. Die Geburt erfolgt nach etwa zwei Monaten Tragzeit.

 

 


Eidechsen können sich fast überall bewegen

Die Mooreidechse hat eine Gesamtlänge von maximal 18 Zentimeter. Etwa ein Drittel davon entfällt auf Kopf und Rumpf. Die Art ist schlank, kurzbeinig und hat einen kleinen, recht abgeflachten Kopf.

Die Grundfärbung ist braun, manchmal auch grau, aber insgesamt sehr variabel. Viele Tiere zeigen einen dunklen, in Einzelflecke aufgelösten „Aalstrich“ auf dem Rücken, dazu dunkle Flanken und helle, strichförmige Flecken auf der Oberseite. Die Kehle ist weißlich oder bläulich, der Bauch hell- oder dunkelgelb; bei Männchen zur Paarungszeit orange oder seltener rötlich und häufig dunkel gefleckt.

Die Jungen sind sehr dunkel – fast schwärzlich – und bronzefarben. Sie messen nach der Geburt etwa 30 bis 40 Millimeter. Manchmal kommen auch komplett schwarz gefärbte Tiere vor - sogenannte Schwärzlinge.

Die Jungen sind vom ersten Tag an auf sich allein gestellt und lernen durch Probieren, ungeeignete von genießbarer Beute zu unterscheiden. Geschlechtsreif werden die Tiere mit etwa zwei Jahren.

 

Das Verbreitungsgebiet der Mooreidechse ist außerordentlich groß -sie ist die am weitesten nach Norden vordringende Reptilienart und auch in hohen Lagen noch zu finden. Eigentlich standorttreu, besiedeln Pioniere gelegentlich auch neue Gebiete.

 


Mooreidechsen ernähren sich von allerlei Insekten - die genaue Nahrungszusammensetzung unterscheidet sich nach Jahreszeit und Angebot. Die Jagd erfolgt über Gehör und Sicht.

Kleinere Beutetiere werden mit den Kiefern gepackt und im Ganzen verschluckt, größere werden gekaut, die harte Chitinhülle danach wieder ausgespuckt.

 

Mooreidechsen ihrerseits werden von Schlangen (vor allem der im selben Lebensraum vorkommenden Kreuzotter sowie Schlingnatter gefressen, von verschiedenen Greifvögeln oder auch Mardern. Wildschweine wühlen die Eidechsen sogar aus ihren Winterquartieren. Jungtiere werden manchmal von großen Laufkäfern erbeutet.

In der Nähe menschlicher Siedlungen dezimieren freigehende und streunende Hauskatzen die Bestände der Eidechsen.

Mooreidechsen werden unter anderem durch die Zerstörung von Magerbiotopen wie Heiden oder Waldrändern gefährdet, durch Beseitigung von liegendem Totholz, Steinhaufen und Natursteinmauern, durch Aufforstung von Flächen (Verlust von Sonnenplätzen) und durch Gifteinsatz auf Feldern und in Wäldern (zu wenig oder vergiftete Beuteinsekten).


auch auf dem Wassertrog lässt sich Sonne tanken
Jungtier im Halbschlaf

 

 

 

der September war so voll, dass es nicht gelungen ist, ein Porträt zusammenzufassen - trotzdem ein Porträt....


 

 

Porträt des Monats August

Der Laubfrosch (Hyla arborea) 

gehört zu den bekanntesten Amphibien in Mitteleuropa.
Naturschutz und Werbung setzen ihn aufgrund seiner speziellen Färbung und des besonderen Aussehens gern als Sympathieträger für ihre Projekte ein. Auch ist er "der" Wetterfrosch.

Gleichzeitig gehört er jedoch zu den am stärksten gefährdeten Amphibienarten in Mitteleuropa und ist in den "Roten Listen" der meisten Bundesländer von "gefährdet" bis "vom Aussterben bedroht" eingestuft.

Die Enden der Finger und Zehen sind zu kleinen Haftscheiben erweitert. Sie erlauben dem Laubfrosch das Klettern auf Pflanzen und Bäumen. Laubfrösche sind die einzigen baumbewohnenden Amphibien Europas!

Laubfrösche sind schwer zu entdecken; Temperatur und Beschaffenheit des Untergrundes verändern ihre Körperfarbe.
Wenn nicht zu sehen, so sind sie doch zu hören: trotz der geringen Körpergröße verfügen Laubfrösche über die lauteste Stimme unter den mitteleuropäischen Lurchen. Ihre Konzerte setzen bei warmer Witterung ab April/Mai meistens mit Sonnenuntergang ein und dauern bis nach Mitternacht. Das charakteristische „äpp ... äpp ... äpp...äpp“ wird rhythmisch vier- bis sechsmal pro Sekunde wiederholt.

 


je nach Blickwinkel kaum zu erkennen

schon an Land, aber noch mit Schwanz

Der Übergang zum Landleben erfolgt in Mitteleuropa überwiegend in den Monaten Juli und August. Bei günstigen Witterungsverhältnissen können bereits Mitte Juni die ersten frisch metamorphosierten Jungtiere an Land angetroffen werden; fertige Fröschlein mit einem Rest des Kaulquappenschwanzes. Verregnete Sommer verzögern die Entwicklung so weit, dass die kälteempfindlichen Tiere keine Chance haben.

Heranwachsende wie adulte Laubfrösche suchen ihre Nahrung überwiegend mit Einbruch der Dämmerung. Beutetiere finden sich vorrangig am Boden oder dessen Nähe – es werden aber auch Flug- und Laufinsekten auf den höhergelegenen Tagessitzwarten angenommen.
Der entscheidende optische Fangreiz entsteht durch die Bewegung des Opfers; regungslose Beute wird nicht wahrgenommen. Bei der Überwältigung der Nahrungstiere spielt die klebrige Zunge eine wichtige Rolle.

Der Laubfosch ist sehr empfindlich gegen Gewässerverschmutzung, Geländeverfüllungen und die Wirkung von Agrochemikalien.
Wenn eines der zahlreichen Aufenthaltsgebiete des wanderfreudigen Frosches ausfällt, kann die ganze Population verlorengehen. 
In den Landlebensräumen fehlen aufgrund intensiver Nutzung oft artenreiche Hochstaudenfluren sowie Hecken und Gehölzbestände.
Für den Erhalt des Laubfrosches sind viele miteinander durch amphibienfreundliche Linienstrukturen verbundene Gewässer sinnvoll.
Fischbesatz oder kahle Ufer sind nichts für den Laubfrosch -
er braucht ein lokal abgestimmtes Biotopmanagement.
Damit sind z.B.folgende landschaftspflegerische Maßnahmen verbunden:

  • Sicherung von Kleingewässern
  • Gehölzrückschnitt am Ufer der Laichgewässer (zur Vermeidung von Beschattung)
  • Wahrung/Förderung eines Biotopverbundsystems (linienartige Saumstrukturen wie Strauchhecken und Baumreihen)
  • Pflegekonzept zum Erhalt von Feucht- und Nasswiesen (gezielte Flächenmahd hinsichtlich Zeitpunkt und Ausführung; wo möglich, angepasste Beweidungsprogramme( Schafe ))

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Porträt des Monats Juli:



der "Blutbär" (Karminbär), Tyria jacobaeae

Er wirkt auf den ersten Blick wie ein Widderchen (Zygnaeae),
gehört aber nicht zu deren Familie.
Hauptfutterpflanze ist das sich mittlerweile rasant verbreitende, für viele Tierarten giftige Jacobskreuzkraut (Senecio jacobaea), aber auch andere Kreuzkrautarten.


 

 

 

Häufiger als den Falter sieht man seine Raupe  -


die Eier werden im Juni in großen Gelegen abgesetzt;
die schwarz-gelbe Raupe findet sich vorzugsweise im Juli und August.
Ihre auffallende Zeichnung warnt potentielle Fressfeinde vor ihrer Ungenießbarkeit.
Die Raupen verpuppen sich im September in Kokons am Boden -
die Falter schlüpfen im Mai oder Juni des folgenden Jahres.


 

 

 

Das Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea),
giftig besonders für Pferde, Rinder und Kaninchen,
aber auch für die anderen Grasfresser nicht unbedenklich,
breitet sich seit Jahren stark aus.
Es zeigt "Mut zur Lücke" und besiedelt vorzugsweise spärlicher bewachsene Flächen, Brachland genaus wie extensives Grünland.
Es ist sowohl in frischem als auch in getrocknetem Zustand giftig.


 

Im August blüht sie überall auf zumeist eher mageren Standorten:

die Knautie (knautia arvensis), auch Acker-Witwenblume oder Wiesenskabiose genannt.


Beim Blütenstand der Knautie aus der Familie der Kardengewächse handelt es sich um eine Halbrosette mit bis zu fünfzig eigenständigen Blüten in einer Umrandung - der Korbblütler ist eine krautige, sommergüne Pflanze mit Wuchshöhen zwischen 30 und 60 Zentimetern, gebietsweise darüber.
Der Nektar ist durch eine Saftdecke geschützt, dennoch kurzrüsseligen Insekten zugänglich. Zuerst öffnen und strecken sich nacheinander die Staubblätter, dann die Griffel. Als Bestäuber wirken vor allem Bienen und diverse Falterarten (so beispielsweise das Widderchen). Auch Selbstbestäubung kommt vor.

Die einsamigen Schließfrüchte (Achänen) besitzen einen lang behaarten Außenkelch und weiße, borstenförmige Kelchblätter. Ein aus dem  Vorblatt gebildeter Ölkörper ermöglicht die Ausbreitung durch Ameisen. Der Körbchenboden ist steif behaart und begünstigt so die Ausbreitung der Achänen als Tierstreuer. Auch Menschenausbreitung kommt vor. Die Diasporen sind bis über 35 Jahre keimfähig. Die Blütezeit beginnt ab Mai - die Fruchtreife liegt im September.


 

Das frische Kraut wird als Tinktur, Essenz oder Aufguss zur Blutreinigung verwendet, da die Knautie mit ihren Bitterstoffen den Stoffwechsel anregt. Äusserlich wurde sie früher zur Wundheilung und gegen Hautleiden aller Art verwendet -  auch heute wird sie homöopathisch zubereitet gegen Hautausschläge sowie Akne eingesetzt -
ist jedoch keine besonders bedeutsame Heilpflanze.

Als Bachblüte wird sie gegen Angst eingesetzt

Die Acker-Witwenblume ist eine wichtige Nahrungsquelle für sehr viele Bienen, Käfer und Schmetterlinge. Die Samen sind beliebtes Futter für Finkenvögel aller Art.

Bedroht ist Knautia arvensis derzeit nirgends.


Kleiner Fuchs
DAS Paar schlechthin: Widderchen und Knautie

 

Im September waren wir mit dem Schafzuchtverband in England und fanden folgende (nachvollziehbare?) Grundeinstellung vor

...und natürlich jede Menge Schafe,
vorzugsweise Kreuzungstiere von hoher Einheitlichkeit-
nachfolgend ein paar Eindrücke solcher Persönlichkeiten von einer  der spannenden Auktionen

und Gruppen aus einem Guss auf den Betrieben, die wir besuchen durften

 

 


Suffolk-Mules von Tom Masters
Romney March von Frank Langrish

und jede Menge interessanter Typen -

mehr zur Lehrfahrt: http://www.schafzucht-nrw.de/pages/index.php?section=news&id=396 



Der biegsame Fruchtstiel, der sich nach der Reife stark verlängern kann, und der Blütenkelch fungieren als Windfang; deshalb verbreiten sich in der Zeit zwischen September und Oktober die reifen Früchte als Wind- und Tierstreuer. Der Gewöhnliche Fransenenzian kommt in Mittel- und Südeuropa und von Vorderasien bis zum Kaukasus vor.
Er gedeiht vorzugsweise auf kalkreichen, steinigen Ton-und Lehmböden. Als Standorte werde Halbtrocken- und Kalkmagerrasen, (Schaf-)Weiden und Heideflächen bevorzugt.

Fransenenzian kommt in vielen Gebirgsregionen bis in Höhen von 2250 Metern vor; in tieferen Lagen beschränkt sich das Vorkommen auf beweidete, mäßig trockene Kalkmagerrasen.

In Deutschland ist der Gewöhnliche Fransenenzian nach der Bundesartenschutzverordnung (Rote Liste: 3 -gefährdet) geschützt.


Unser Oktoberporträt widmen wir einem fleißigen Blüher, den man trotz auffallender Farbe leicht übersehen kann: es ist

der Gewöhnliche Fransenenzian (Gentianopsis ciliata), auch Gefranster Enzian genannt, aus der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae).

Nachdem er früher nur in Einzelexemplaren aufzufinden war, die wir natürlich sorgsam behütet haben, stabilisierten sich die Bestände in den von uns beweideten Bereichen fortlaufend. In diesem Jahr ist der Fransenenzian in Massen auf allen geeigneten Standorten vorhanden.

Der Gewöhnliche Fransenenzian ist ein ausdauernder Flachwurzler. Er vermehrt sich vegetativ durch Verzweigung des Rhizoms. Zu unterschiedlichen Jahreszeiten entwickeln sich verschieden gebaute Pflanzen (Saisondimorphismus). Außerhalb der Blütezeit von August bis November ist er extrem unscheinbar.

Die große Trichterblumen locken die Besucher durch Veilchenduft stark an - eine weitere Anziehung bewirkt die UV-Reflexion der gefransten Kronblätter.
Blüten werden nur bei ausreichendem Lichtangebot gebildet.
Die Bestäubung erfolgt durch Hummeln und Tagfalter.

 


 

November 2014
....diesmal war es der Wolf, der uns vom Erstellen des Porträts abgehalten hat....
nein, noch kein lebendiger an den Schafen, zum Glück nicht-

Foto Jan PrellerFoto Jan Preller(c)

wohl aber viel Aktion ums Thema, steht er doch kurz vor der nördlichen Grenze von NRW und wirft Fragen auf...
gerade mal eben aktuelle Texte dazu, die einander ergänzen oder auch widersprechen. Eine Patentrezept zum Umgang wird es  nicht so einfach geben, wir müssen uns sicher auch noch Neues einfallen lassen, und das vor allem in Zusammenarbeit mit seriösen Menschen und Zahlen.

http://www.agrarheute.com/ratgeber-tipps-zum-herdenschutz-gegen-woelfe

http://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/527724/wolf-macht-schafern-in-der-region-angst

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=43066

http://www.wolf-amarok.de/willkommen-wolf/woelfe-und-herdenschutz/?mobile=1

https://www.wald-und-holz.nrw.de/wald-nutzen-foerdern-schuetzen/natur-und-artenschutz/wolf

http://www.liberation.fr/terre/2014/10/12/plaidoyer-pourdes-ecosystemes-non-desertes-par-les-bergers_1120258

 


 

Schnee gibt es bislang nur im Regen versteckt -aber Frost lässt uns die Früchte der Pflanze genießen, die im Dezember vorgestellt wird:

die Schlehe (prunus spinosa), ein Pflaumenverwandter aus der Familie der Rosengewächse und durch ihre Dornen sehr wehrhaft. Auf den Naturschutzflächen ist die kalkliebende Pflanze einer unserer schwierigsten Gegner, weil sie sich sowohl über Samen als auch unterirdisch über Kriechwurzeln vermehrt. Wir sind schon froh, wenn wir dies hartnäckige Gewächs an der Verbreitung hindern können. Soweit die Schaf auf den Hinterbeinen stehend reichen, befressen sie die Schlehe gut, aber alten Büschen und teils auch Bäumen können sie nur begrenzt zuleibe rücken. Schlehen können bis zu 40 Jahre alt werden.

Schlehen, auch als Schwarzdorn bekannt, wachsen als dornige Sträucher bis zu 3 m hoch. Sie tragen weiße Blüten mit 5 Blütenblättern, die im März bis April vor den grünen Laubblättern erscheinen - beim Weißdorn ist es umgekehrt. Aufgrund reichlichen Nektarangebots bestäuben viele Insekten die Schlehe.
Die Steinfrüchte reifen im Spätsommer bis Frühherbst; sie schmecken extrem sauer und herb und sind üblicherweise blau bereift, können aber im Laufe der Fruchtreife fast schwarz werden. Nach dem Frost (notfalls auch in der Gefriertruhe) lassen sich die Früchte gut ernten und zu Marmelade, Wein oder Likör verarbeiten. Falls nicht geerntet, verbleiben die Früchte auch im Winter noch lange am Strauch-  sie werden von Tieren gefressen, die so die Samen verbreiten.

                  

Auch wenn das Beweiden von verbuschten Kalkmagerrasen mit Schlehendickichten kein Vergnügen ist und öfter die Säge zum Einsatz kommt (und wir sie uns noch öfter wünschen), dürfen nicht alle Büsche entnommen werden:
in Schlehbüschen nistet der Neuntöter, der seine Beute (Insekten, Mäuse) im Zuge der Vorratshaltung auf die Dornen der Schlehe aufspießt. Auch die Raupen des Segelfalters leben an der Schlehe, dazu etliche weitere Falterarten und andere Insekten.

Die Schlehe stellt das Bindeglied zum Wald dar und erfordert durch ihre schnelle Vemehrung zu Hecken und Dickichten die Beweidung von Kalktrockengebieten, damit diese nicht verbuschen. Kontinuierlicher Verbiss stoppt teilweise die Verbreitung und sorgt für Druchlässigkeit, so dass lichthungrige Pflanzen auch im Bodenbereich ehemals dichten Bewuchses eine Chance haben.

Auf trockenen Standorten entwickeln sich sogenannte Krüppelschlehen, die für die Tierwelt wertvollen Unterschlupf bilden und sich nicht so rasant ausbreiten.

                                                      


 

 

Mal ein ganz anderes Porträt vom März 2015 -
ein Lamm wird geboren
- die wichtigsten Stationen der Geburt eingefangen

das Euter ist deutlich erkennbar

                     

...nach unruhiger Platzsuche und Erscheinen der Wasserblase und Abgang derselben zeigt sich die Fruchtblase - das Mutterschaf hat starke Wehen, presst und äußert Schmerzen

eine Viertelstunde später (kein fester Maßstab): der Kopf erscheint und liegt richtig auf den Vorderbeinen des Lamms 

                    

...man kann auch wie ein Giraffenkind zur Welt kommen -
und wird sofort intensiv gewaschen

erste Aufstehversuche (das zwischenzeitliche Umfallen kann man sich auch ohne Foto vorstellen) - erfolgreich nach gut zehn Minuten

                     

auf dem Weg zur Milchquelle (instinktiv wird danach unter einem rechten Winkel gesucht) - nach einer halben Stunde schon an der Bar

...kontinuierlich weiter geputzt, was der Bindung von Mutter und Kind dient (ja, Schafe sind Nasentiere - glaubt man gar nicht), kann man beruhigt schon einmal Kontakt zu den Tanten aufnehmen

...ein wunderbares Skuddenmutterlämmchen- willkommen im Leben!


Feldhasen sind Tiere ohne spezielle Lautäußerungen. In großer Gefahr geben sie jedoch einen  durchdringenden, quäkenden Laut von sich („Klagen“).
Natürliche Feinden des Hasen sind Wildschweine, Dachse,Füchse sowie Greif- und Rabenvögel. Auch wildernde Hunde und sogar Katzen können ihm gefährlich werden. Neben dem Verlust an Lebensraum ist der Straßenverkehr ein dezimierender Faktor.

Hasenbestände sind starken Schwankungen unterlegen, wozu neben Witterungseinflüssen (vor allem Kälte und Nässe)  auch Parasiten und seuchenhafte Krankheiten beitragen.

Der Hase als Symbol für Lebenskraft  bringt ihn mit Ostern in Verbindung - gefärbte Eier wurden allerdings auch von Storch, Fuchs oder Kuckuck gebracht. Seit dem 19.Jahrhundert hat der Hase das Monopol, auch wenn eine "echte" Erklärung noch aussteht, denn seine Fruchtbarkeit oder die Vermehrung im Frühjahr prädestinieren ihn weder für das Stehlen noch für das Bemalen von Eiern - und diese dann noch für Menschen zu verstecken...
egal: der Feldhase ist Wildtier des Jahres 2015, und wenn NRW aktuell doppelt so viel Hasen pro Hektar  hat wie Baden-Württemberg, ist das kein Grund zur Entwarnung. Eine artenreiche Umwelt ist für viele wichtig - auch für den Hasen.

In diesem Sinne: Frohe Ostern


Der Feldhase bevorzugt warme, trockene und offene Flächen mit einer guten Rundsicht. Die Tiere sind zwar kurzsichtig, haben aber den perfekten Überblick. Durch die seitlich stehenden Augen übersieht er einen Bereich von nahezu 360 Grad.

Der Feldhase scharrt Mulden in den Boden – die Sassen –. Auch bei Gefahr hockt der Feldhase regungslos in seiner Erdmulde. Im Winter lässt er sich dort sogar einschneien. In der Sasse werden auch die Junghasen geboren: dreimal, manchmal sogar viermal im Jahr kann eine Häsin Junge werfen, zwei bis vier pro Wurf. Die jungen Hasen wiegen bei der Geburt um die hundert Gramm, sind bereits behaart, können sehen und haben Zähnchen. Je wärmer der Frühling, desto größer die Überlebenschancen. 
Schon im Alter von 5-8 Monaten werden die Junghasen geschlechtsreif und in günstigen Jahren

Feldhasen sind standorttreu und behalten ihr Revier meist ein Leben lang. In der Morgen- und Abenddämmerung sieht man den Feldhasen am häufigsten auf Äckern, Weiden und Wiesen. Während der Hauptfortpflanzungszeit von Februar bis August sieht man ihn auch tagsüber auf offenem Feld.

Ausgewachsene Feldhasen wiegen drei bis sechs Kilogramm und können  bis zu 70cm lang werden. Unter optimalen Bedingungen erreichen sie ein Alter von zwölf Jahren (was den "alten Hasen" en bißchen relativiert, wenn man nicht nur den Erfahrungsschatz betrachtet).
Im Sommer ist das Fell erdbraun, im Winter mehr gräulich. 
Wegen der extrem langen  Hinterläufe „hoppelt“ der Hase, was manchmal eigenartig aussieht, aber funktioniert: flüchtende Feldhasen erreichen Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometer pro Stunde. Auch als Boxer ist der Feldhase bekannt; Kämpfe unter den Langohren sind ein wunderbares Schauspiel. 
Feldhasen können drei Meter weit und zwei Meter hoch springen! Berühmt sind ihre abrupten Richtungswechsel – das Haken schlagen, was Verfolger verwirren soll.
Feldhasen haben extrem lange Ohren: Ihre Löffel sind zehn bis 15 Zentimeter lang und zeigen deutlich ihre Stimmung an.  Mit den Löffeln kann der Hase nicht nur das Geräusch wahrnehmen, sondern auch genau ausmachen, woher es kommt.


 

Der Osterhase ist eine Idee des 17.Jahrhunderts -
unser Porträt des Ostermonats April widmet sich dem europäischen Feldhasen (Lepus europaeus)
Feldhasen sind ausgesprochene Kulturfolger, deren natürlicher Lebensraum die offene Landschaft zwischen Waldsteppe und Wüstensteppe ist. Ursprünglich stammt der Hase aus Asien. Bei uns besiedelt der Feldhase Ackerland und Dauergrünland; in waldiger Landschaft ist er seltener. Intensive Landwirtschaft ohne Brache und Ödland als Ruhezone und Versteck macht es dem Hasen schwer: Raine,Ackerrandstreifen und Feldgehölze mit der entsprechendenden Vielfalt werden immer weniger, gründlich abgeerntete Flächen nehmen nicht nur dem Hasen Nahrung.  
Der Feldhase frisst Klatschmohn und Kräuter, Gräser sowie Knospen von Bäumen und Sträuchern. Nicht so appetitlich, aber wichtig: im Blinddarm des Feldhasen bildet sich ein vitaminreicher Nahrungsbrei, den der Hase nach der Ausscheidung als Kot wieder aufnimmt und  so seinen Vitamin B1-Bedarf decken kann.

 

 

Ja, ich weiß...liebe Leser, ich hab es nicht geschafft. Kein Porträt im Mai, keines im Juni, keines im Juli.

Nun stehen alle Tiere geschoren da, wo sie hingehören, alle Dokumentationslisten sind ausgefüllt, das Futter des ersten Schnittes ist eingebracht.... alle Schulabschlüsse unserer Töchter sind gefeiert und alle Neueinstiege - jetzt wird diese Seite auch wieder gewohnt hochaktuell...


auf der namensgebenden Distel

Ab April erscheint die erste Generation, um ihre Eier auf verschiedenen Distelarten sowie auf Brennnesseln abzulegen. Die grau-schwarzen Raupen mit den gelben Rückenlinien und kurzen, gelblichen bis grauen Dornen leben den Juni über in einzeln zusammengesponnenen Blättern. Nach etwa vier Wochen verpuppen sie sich in ihren Blatttüten. Nach einer Puppenruhe von ca. zwei Wochen entschlüpft aus der grau-braunen Puppe schließlich der Falter, der etwa sechs Zentimeter groß und trotz gedeckter Farben bunte gemustert wirkt.

Im August wächst dann die zweite Generation heran, die, sobald es kälter wird, den Rückweg in den warmen Süden antritt. Wer zu spät startet oder zu bleiben gedenkt, hat wenig Chancen: nördlich der Alpen überleben die Nachkommen eingewanderter Distelfalter den Winter nur höchst selten.


In manchen Jahren tauchen fast keine Falter dieser Art in unseren Breitengraden, in anderen Jahren gibt es Massen.

Für 2015 ist wieder eine große Menge einwandernder Distelfalter prognostiziert; die vierfache Menge des normalen Aufkommens sei bis Mitte Juni beobachtet worden. 
2009 hatte man im Frühjahr 11 Millionen auf dem Weg von Frankreich nach Großbritannien beobachtet - 26 Millionen kamen im Herbst zurück. Viele ehrenamtliche Beobachter melden ihre Ergebnisse, und man kann Schmetterlingsschwärme auch gut per Radar verfolgen. Geschwindigkeiten von 50 Kilometer pro Stunde und Höhen von über 1000 Metern sind möglich.

auf Skabiose gelandet...

Nach längerer Pause - nur auf der Internetseite -

endlich mal wieder ein Porträt, für den August und damit über einen, den wir um diese Zeit häufig antreffen:

den Distelfalter (vanessa cardui)-

Der Distelfalter gehört zu der interessanten Gruppe der Wanderfalter, die etliche tausend Kilometer zurücklegen -der Distelfalter schafft gut 15000.
Natürlich nicht als Einzeltier, wohl aber, indem sie sich an geeigneten Orten verpaaren, Eier legen, schlüpfen, als Raupe leben, verpuppen, als Schmetterlinge weiterreisen und ungeheuer schnell entwickeln -
so dass die Urenkel derer, die die Reise angetreten haben, dann in Europa ankommen -  aus der eigentliche Heimat, den subtropischen Gebieten Nord- und Westafrikas.


Deutscher Enzian

Obwohl in unseren Breiten dies Jahr kein Jahr für den Enzian ist, ist der September schon geprägt vom Lila-Blau des Deutschen Enzians (gentianella germanica). Selten findet man auch rosa oder weiße Trichterblüten, die zu mehreren an einem Stängel stehen und zumeist fünf (selten vier) Blütenblätter um einen kurzen Kelch herum tragen. Meist sind die Blüten pyramidenartig angeordnet.

Er findet sich häufig seitwärts entlang der (Vieh-)Wege im Gelände und wird gern gefressen - dies muss in der Beweidung berücksichtigt werden: entweder früh vor der Blüte, dann hat er halt einen kurzen Stängel - oder hinterher - oder jedes Jahr zu einer anderen Zeit, um ihn nicht dauerhaft zu schädigen. Anders als viele Enzianarten kommt der Deutsche Enzian nicht nur im Hochgebirge vor und ist überall in Mitteleuropa zu finden., wo er von August bis Oktober blüht. Er bevorzugt magere, auch Trockenrasenböden.

Enziane sind gefährdet und besonders geschützt. Die Verbreitung erfolgt über Insekten und Wind. Der Enzianschnaps, dem man eine magenstärkende Wirkung zuschreibt, wird übrigens nicht aus den blauen Blüten hergestellt, sondern aus den Wurzeln des Gelben Enzians und teilweise ähnlicher Arten hergestellt, die mittlerweile extra dafür angebaut werden


oft im Pulk
oder als Einzelpflanze, gern in Nachbarschaft zu Schleierkraut

Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 37 bis 52 Millimetern. Ihre Flügeloberseiten sind schachbrettartig schwarz oder dunkelbraun und weiß gefleckt. Die Flügelunterseiten sind überwiegend weiß bis hellbräunlich gefärbt und haben mehrere graue Flecken, deren Rand etwas dunkler gefärbt ist. Es gibt sehr verschiedene Formen und Farbgebungen

Die grünen oder gelb/graubraun gefärbten Raupen werden etwa 28 Millimeter lang. Der Kopf ist immer hellbraun. Auf dem Rücken verläuft eine dunkle Längslinie, an den Seiten ein nach oben heller, nach unten dunkler Seitenstreifen. Das Hinterleibsende der kurz behaarten Körpers läuft in zwei rötlich gefärbten Zipfeln aus.
Gut getarnt, sind die Raupen sind schwer zu entdecken.
Sie ernähren sich von vielen verschiedenen Süßgräsern, wie beispielsweise von Aufrechter Trespe (Bromus erectus), Wiesen-Rispengras (Poa pratensis), Rotem Straußgras (Agrostis capillaris), Knäuelgras (Dactylis glomerata), Blauem Pfeifengras (Molinia caerulea), Schwingelarten (Festuca) und Zwenken(Brachypodium).


 


Erwachsene Schachbretter sitzen häufig auf Flockenblumen(Centaurea), Skabiosen (Scabiosa), Kratz-(Cirsium) oder Ringdisteln (Carduus) und saugen Nektar.
Männliche Falter haben keine Beobachtungsposten, sondern fliegen auf der Suche nach frisch geschlüpften Weibchen umher.

Die Falter fliegen in einer Generation von Ende Juni bis August, die Raupen findet man ab September und nach der Überwinterung bis in den Juni.

Für die Eiablage benötigt das Weibchen ältere Gräser. Dafür sind nur ungemähte Wiesen geeignet.
Da der ausgewachsene Schachbrettfalter sich vor allem von Nektarpflanzen ernährt, wird er wesentlich stärker durch Mahd beeinträchtigt als die Raupe – ihm wird dadurch die Nahrungsgrundlage entzogen.


Die Weibchen lassen ihre glatten, weißlichen, runden und unten leicht abgeflachten Eier über ungemähtem Grasland fliegend ungezielt fallen. Die Eier sind deutlich größer als die verwandter Arten, denn die jungen Raupen brauchen mehr Energie, weil sie nach dem Schlupf ohne Nahrungsaufnahme überwintern. Die Raupen sind vor allem in späteren Entwicklungsstadiennachtaktiv und wechseln im Laufe ihrer Entwicklung die Futterpflanzenarten. Sie verpuppen sich in einem lockeren Gespinst aufrecht an einem Grashalm. Diese Puppe ist weißlich oder gelblich bis ockerbraun gefärbt.

Der Schachbrettfalter ist insgesamt noch nicht in seinem Bestand gefährdet, in bestimmten Regionen allerdings außerordentlich selten –mittlerweile wird sein Lebensraum jedoch immer mehr eingeschränkt: durch Düngung und intensive Landnutzung verändern sich immer mehr nährstoffarme – jedoch blütenreiche – Wiesen zu artenarmen Fettwiesen.


                                                                                                      Pünktlich zum Tag der deutschen Einheit am     3.Oktober                  hat eine unserer zertifizierten Herdenschutzhündinnen ihre Welpen bekommen -  der Vater ist ein ebenfalls zertifizierter Rüde aus Brandenburg.                                                                     Friedlich auf dem Rücken schlafend, träumt  dies Hundekind vermutlich nicht von einer Karriere als Beschützer seiner Herde gegen wen auch immer- wird aber seinen Aufgaben wohl genauso gewachsen sein wie seine Eltern.                                                 Seit die Mutter bei uns arbeitet, lebt der Luchs noch immer im Wald zwischen unseren Flächen, frisst aber keine Schafe mehr.      Friedliche Koexistenz, wo immer es geht-                                  davon darf man dann doch schon mal träumen...

 

Das Porträt des nassen und blütenarmen Monats März gilt der

Frühlingschristrose oder auch Lenzrose (helleborus orientalis). Sie ist noch winterhärter als die klassische Christrose/Schneerose (helleborus niger). Meist blüht sie ab März bis in den Mai mit nach unten nickenden Blüten. Wie alle Christrosen ist das Hahnenfußgewächs giftig. Es liebt kalkhaltigen Boden und gedeiht am besten in halbschattiger Lage.

Verbreitet sind vor allem Frühlingschristrosen-Hybriden, hierunter besonders  oft die Purpurchristrose (helleborus orientalis 'Atrorubens', synonym: helleborus atrurubens), die rötlich-violett blüht und der in Kroatien vorkommenden Dunkelroten Heckennieswurz (helleborus dumetorum subspecies atrorubens) ähnelt.

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Purpurchristrose


Liebe Leserinnen und Leser

(das einzige Mal, dass hier gegendert wird- jeder von Ihnen kennt sein Geschlecht...)

während es gefühlt seit Oktober regnet, wird dennoch Frühling.
Unweigerlich. Lammzeit. Ostern. Mit  Petitionen und Aufrufen im Internet, keine Osterlämmer zu essen (mit Foto eines Flaschenlämmchens)-

das Osterlamm war dasjenige, das zu Ostern schlachtreif war-
muss man nicht wissen, schadet aber auch nicht.
Tatsache, unabhängig vom christlichen Symbolgehalt der Unschuld und des Sich-Nicht-Wehrens.

Es wäre wenig sinnvoll, frisch geborene Lämmer zu essen, es sei denn, man möchte sich fast fleischlos ernähren...
(ich perönlich muss überhaupt keine Babies verzehren-) -

ausgereiftes Lamm vom Grünland allerdings ist extrem gesund, vitamin- und mineralstoffreich und enthält wertvolle Omega-Drei-Fettsäuren, mehr als alle esssbaren anderen Landlebewesen.
Und schmeckt.
Und wenn es aus Deutschland kommt, hat es - wie der Rest der Herde - heimische Landschaft gepflegt und erhalten.
Ist also nicht getaut, gefrostet und zum alsbaldigen Verzehr bestimmt   weit gereist,
sondern hat vor unserer Haustür Boden und Klima, Pflanzen und Tiere geschützt- und wir konnten es dabei sehen, draußen in der Natur.

Unter https://genuss-vom-schaefer.de/wir-garantieren-geschmacksvielfalt findet sich ein neuer Online-Laden des Bundesverbandes Berufsschäfer,
beworben mit einem "Land-SCHAF- ten schmecken alle besonders"-Film auf you tube, der diese Vielfalt verdeutlicht.

Wenn Sie eine Schäferei in Ihrer Nähe haben -
es soll noch einige geben - kaufen Sie einfacher direkt dort ein.
Auch nach Ostern. Auch bei uns.

Und was auch immer Sie an den Feiertagen essen -
wir wünschen Ihnen

FROHE OSTERN

 


Hoch oben unter dem Stalldach
gute Kumpels...

Die Bachstelze (Motacilla alba) ist ein Singvogel aus der Familie der Sperlingsvögel und gehört zu den Stelzen und Piepern. Ihr kontrastreiches, schwarz-weiß-graues Gefieder und den stelzentypischen Wippschwanz auf.  Zusätzlich machen ihr trippelnder Gang und die ruckartigen Kopfbewegungen  die Bachstelze unverwechselbar.

Der charakteristische Ruf wird als ein hohes, metallisches "dschiwid" beschrieben oder auch ein leiseres „tschüp“.
Ihr Gesang ist selten zu hören

Das umfangreiche Verbreitungsgebiet in elf Unterarten reicht vom Südosten Grönlands bis zur Beringstraße und den Westen Alaskas, im Norden über den Polarkreis hinaus, im Süden bis in die Subtropen.

In Mitteleuropa ist die Bachstelze ein verbreiteter und häufiger Brutvogel, der sich nicht unbedingt an Gewässer gebunden fühlt, wie der Name vermuten lässt- zumindest heute ist die Bachstelze ein Kulturfolger, der überall in der offenen und halboffenen Kulturlandschaft zu finden ist, wo sich passende Nistgelegenheiten finden. Der Vogel wirkt nicht übermäßig scheu, ist aber im Brutgeschäft sehr heimlich.
Bachstelzen brüten in Nischen und Halbhöhlen und ernähren sich fast ausschließlich von Insekten und anderen Gliederfüßern, die sie auf möglichst freien Flächen erbeuten.

Wenn es kalt wird, ziehen Bachstelzen meist nach Süden, wobei die Länge der Zugwege sehr verschieden ist. Mitteleuropäische Bachstelzen überwintern vorwiegend in Südwesteuropa und Nordafrika,  andere Populationen wandern teils bis zum Äquator, um ihr Winterquartier zu erreichen. Einzelne Vögel bleiben als Standvogel auch im Winter in Mittel- oder Nordeuropa.


Nach einem Totalasufall des Rechners war trotz aller Backups nicht an unsere Seite heranzukommen. Vier Wochen nur über Facebook Aktuelles an die Leserschaft - Entschuldigung.

Der Hersteller unserer Software hat uns gerettet- vielen Dank. Heute funktioniert alles wieder, und das Wichtigste wird nachgeliefert


Ha, ich probiere es...seit Mai ist das Kabel zwischen Löwendorf und Fürstenau kaputt; seit Mai die Telekom nicht imstande, es zu reparieren (oder gewillt oder findet den ländichen Raum hier uninteressant; die Kunden zahlen ihre Rechnung ja bislang auch ohne Leistung)...

Mit dem Tablet kann ich im Feld gut mobile Daten bekommen- im Haus nicht. Leider läuft nicht jede Funktion auf dem Tablet- und für die Augen ist es auf Dauer auch grenzwertig. Gerade war der x-te Techniker hier, für ein paar Stunden soll es funktionieren. Nutze ich die Zeit, um endlich mal wieder ein Porträt des Monats einzustellen

Nehmen für den bislang milden Oktober und stellvertretend für die vielen Schmetterlingsarten, die mit der Witterung in diesem Jahr und mittlerweile insgesamt Schwierigkeiten haben

das Landkärtchen (araschnia levana), auch Landkärtchenfalter genannt. Dieser Tagfalter gehört zu den Edelfaltern (nymphalidae). Lange nahm man an, es handele sich bei den zwei Erscheinungsbidern dierser Art um zwei verschiedene Arten:
die Falter der zweiten in einem Jahr geborenen Generation unterscheiden sich stark von denen der ersten Generation. Dieser Vorgang wird durch die Tageslänge während der Raupenentwicklung gesteuert (Saisondimorphismus). Die Puppen der zweiten Generation überwintern. Aus ihnen werden Falter der ersten jährlichen Generation.

Trotz der auffälligen Färbung ist das Tier nicht unbedingt zu entdecken.

Die weiblichen Falter sind durchschnittlich drei Millimeter größer als die männlichen. Im Durchschnitt beträgt die Spannweite bei den Männchen 32 Millimeter bei der ersten bzw. 38 Millimeter bei der zweiten Generation; bei den Weibchen liegen die Spannweiten bei 38 bzw. 43 Millimeter. Der schlanke Körper ist schwarzbraun, unterseits heller, mit weißlichen Segmentringen, und leicht behaart. Gattungsmerkmale sind bei  beiden Generationen behaarte Facettenaugen und zottige Mundtaster (Palpen). Die am Ende kolbenförmig verdickten Fühler sind etwa halb so lang wie die dreieckigen Vorderflügel mit ihrer stumpfen Flügelspitze. Die rundlichen Hinterflügel haben einen gewellten Außenrand.

Die Falter der Frühlingsgeneration sind kleiner als jene der Sommergeneration. Die Falter zeigen auf der Flügeloberseite eine bräunlichrote bis orangefarbene Grundfarbe, die mit schwarzen Flecken durchsetzt ist. Um die Spitzen der Vorderflügel befinden sich weiße Flecken. Im unteren Bereich befindet sich ein blaues Fleckenband. Damit ähnelt die Flügeloberseite jener der Schecken- oder Perlmuttfalter.

Die Flügeloberseite der Sommergeneration ist schwarzbraun bis (manchmal blau-)schwarz. Auf den Hinterflügeln befindet sich ein cremefarbenes, unterbrochenes Band, das sich auf den Vorderflügeln mit mehreren gleich gefärbten Flecken fortsetzt. Daneben befinden sich weitere kleinere oder strichförmige solche Flecken. Die orangefarbene Färbung der Frühlingsgeneration ist nur durch feine Striche  angedeutet. Die dunkle Flügelfärbung der Tiere mit dem hellen Band erinnert an den Kleinen Eisvogel(limenitis camilla). 

 

Die Flügelunterseite beider Generationen entscheidet sich hingegen nur geringfügig. Die dunkle Grundfarbe wird von einer hellen Linienstruktur aus Schuppen auf den Flügeladern unterbrochen. Neben Färbung und Flügelform ist auch der Körperbau je nach Generation unterschiedlich. Es kommen sehr viele Abweichungen vor.

Das Landkärtchen überwintert in Deutschland als Puppe, aus der etwa im April der Schmetterling schlüpft. Die Männchen verlassen die Puppenhülle einige Tage früher als die weiblichen Falter. Nach der Kopulation legt das Weibchen die Eier an die oberen Blätter von im Halbschatten stehenden Brennesseln ab; 8 - 10 grüne Eier sind zu einer Schnur verbunden. Gut zehn Tage nach der Eiablage schlüpfen die Raupen. Die Eischale bildet ihre erste Nahrung. Die Raupe ist etwa 25 Millimeter lang undschwarz gefärbt. Sie trägt am ganzen Körper verzweigte Dornen, davon sitzen zwei direkt an der Kopfkapsel. Dies Dornenpaar dient für den Beobachter zur Unterscheidung von anderen schwarzen Edelfalterraupen, die ebenfalls an Brennesseln leben, wie z. B. Tagpfauenauge, Kleinem Fuchs oder Admiral.Der Raupenkörper ist fein weiß gefleckt mit unterbrochenen gelblichweißen Seiten- und Rückenstreifen. Die Bauchbeine sind gelblichbraun.

Nach etwa 18 Tagen verwandelt sich die Raupe in eine etwa 15 mm große Puppe. Nach 2 - 3 Wochen schlüpfen die Schmetterlinge der Sommergeneration.

 



     An einem der Tage, die kommen
 
          An einem der Tage, die kommen,
          wird etwas geschehen, das du nicht kennst,
          noch nicht, und auch nicht verstehst, etwas,
          von dem du nur träumst, was du erwartest,
          so wie ein Wunder. Es wird etwas sein,
          auf das du nicht wartest, nein, das du suchst,
          und weißt auch nicht zu sagen, wonach, und
          du suchst es auch nicht, sondern findest,
          und nicht einmal das, es findet ja dich,
          dieses Lächen, von dem du gefunden wirst,
          an einem der Tage, die kommen.
                                                                 (Lothar Zenetti)

Im Januar finden wir noch immer ihre Früchte- das Porträt des Monats zeigt die Hundsrose oder Heckenrose (rosa canina)

      

diese kennt vermutlich jeder. Nicht nur dem Weidetierhalter erscheint sie manchmal als eher lästiger Bewohner im Grünland -
sehr hartnäckig durch unterirdische Wurzelausläufer (vegetative Vermehrung) und schwer zu entfernen.

Als Einzelstrauch stellt sie im Gelände allerdings wichtige Rastplätze für Heuschrecken oder Vögel zur Verfügung - als Hecke sorgt sie für Schutz ihrer Bewohner mittels kräftiger Dornen und der Fähigkeit, weit zu klimmen. Sie durchdringt Hecken anderer Sträucher und wandert weit in die Breite.
Unter guten Bedingungen kann die Hundsrose mehrere hundert Jahre alt werden. Eines der bekanntesten Exemplare ist der "tausendjährige Rosenstock" am Hildesheimer Dom.

In vielen Unterarten bevölkert sie die verschiedensten Standorte und ist weit verbreitet (daher auch der Hund in der Bezeichnung, der mit dem Vierbeiner nichts zu tun hat).

Ihre weißen, zartrosa oder selten intensiv rosafarbenen Blüten erscheinen zumeist Anfang Juni- sie halten nicht lange und duften auch nur leicht, sind aber dennoch Inbegriff des Sommers. 
Obwohl die zahlreichen, flüchtigen Blüten keinen Nektar enthalten, sind sie über ihre Pollen (die nur vormittags angeflogen werden können) ausgesprochen wichtig für Wildbienen und etliche andere Insekten.
 
Im Herbst erscheinen die Hagebutten, die vom Menschen vor allem wegen des hohen Gehaltes an Vitamin C (und vielen weiteren wertvollen Inhaltsstoffen) vielseitig verwendet werden, , vorzugsweise als Tee oder auch Marmelade (sehr arbeitsintensiv, aber der Aufwand lohnt). 
(Sicher erinnert sich manch einer an das Juckpulver im eigenen oder fremden Kragen- die Härchen an den Hagebuttenkernen dienen allerdings nicht nur dazu, Zeitgenossen zu ärgern, sondern auch der Therapie bei Arthrose).  

Für die Vogelwelt stellen die Hagebutten ein wichtiges Winterfutter dar, das teils bis ins Frühjahr verfügbar ist, weil es üblicherweise nicht vom Strauch fällt.

Als Pioniergehölz bietet die Hundsrose in ihren Dornen gute Startchancen für langsamer wachsende Sträucher wie Holunder oder Brombeeren, Schlehe und Weißdorn - viele Weidetiere oder Wild meiden dornige Pflanzen. Auch zum Erosionsschutz werden Hundsrosen genutzt, wobei ihre Wanderlust manche gute ökologische Idee verkehrt, wenn überll Rosen erscheinen.

Die Hundsrose wird als Basis für die Veredlung von Rosen aller Art genutzt. Aus ihren Blüten wird Rosenöl gepresst, das für Körperpflegeprodukte verwendet wird.

Hofmann von Fallersleben setzte der Hagebutte mit dem Kinderlied "Ein Männlein steht im Walde" ein schönes Denkmal.

Und auch vor dem vereisten Fenster macht sie einen guten Eindruck, die Frucht der Hundsrose
 
                            

 


Nicht unbedingt durch den Frisurenlook im Weißen Haus inspiriert,  sondern einfach, weil es so tolle Trends auf den Köpfen der Schafe gibt, ist das Porträt des Monats Februar eine Zusammenschau besonders auffälliger Frisuren

...dekoriert mit Kletten...       

                    oder im siebziger-Jahre-Look...

                                                  

der sportliche Stil ohne morgendlichen Pflegeaufwand                      

                                                   

und mit leichter Ondulierung übers ganze Gesicht  Southdown, Sheep Event Malvern 2016

                                               

        

                                                                                              

                                         

oder mit Makeup und im Partnerlook           


Sie ist wieder da-

seit Jahren brütet ein Paar Bachstelzen zuverlässig in unserem Stall- da gehört es sich, ihnen einmal ein Porträt zu widmen. Im letzten Jahr hab ich das schon einmal gemacht, aber diesmal klappt es besser mit den Bildern. Dass es dieselben sind, kann nur vermutet werden- zutraulich sind sie nicht besonders, aber auch nicht extrem ängstlich. Und natürlich kommen sie- wie beispielweise Rotkehlchen und Goldammer auch- nur dann nah heran, wenn man garantiert keinen Fotoapparat zur Hand hat...

Motacilla alba ist ein Singvogel aus der Familie der Sperlingsvögel. Das schwarz-weiße Gefieder mit grauem Rücken und schwarzer Kehle ist genauso auffällig wie der sehr lange, meist wippende Schwanz, der ihr den Namen "Wippstert" - "Wippschwänzchen" eingebracht hat. Überhaupt ist die Bachstelze meist in Bewegung, mit trippelndem Gang oder im typischen wellenförmigen Flug. Sie ist viel am Boden unterwegs, kann jedoch im Flug bis zu 40 km/h erreichen.

Die häufigste Stelzenart ist überall in Europa verbreitet und kommt auch in Teilen Asiens vor. Sie ist auch in Wassernähe zu finden, aber nicht darauf angewiesen, wie der Name vermuten lässt. Früher war die Bachstelze extremer an die Kiesbänke von Fließgewässern gebunden, jedoch imstande, sich den wechselnden Umweltbedingungen anzupassen- anders als inzwischen selten gewordene Spezialisten wie Flussregenpfeifer

 


Im Herbst ziehen die nördlichen Bachstelzen Richtung Süden bis nach Nordafrika, um im März wieder nach Nord-und Mitteleuropa zurückzukehren; südlicher beheimatete Bachstelzen überwintern im Brutgebiet (Teilzieher)

Nicht nur in der offenen Landschaft, sondern auch in Menschennähe errichtet das Weibchen ein Nest in einer vorhandenen, natürlichen oder künstlichen Höhlung (Halbhöhlenbrüter), die gute Deckung bietet, deren Umgebung allerdings zweitrangig ist. Gebäude aller Art werden bezogen.
Bevor wir Herdenschutzhunde im Stall hatten, brütete man versteckt in der Viehwaage; inzwischen fühlt man sich unterm Dach sicherer aufgehoben.

Im April beginnt die erste von meist zwei Bruten. Bis zu sechs weiß-gräuliche Eier mit dunklem Muster werden rund zwei Wochen bebrütet. Die Nestlinge werden von beiden Eltern gefüttert und nach etwa vierzehn Tagen flügge.

Die Nahrung besteht vorzugsweise aus Insekten, von denen die Eltern etliche im Schnabel sammeln und dann im Paket verfüttern. Fliegen und Mücken werden sowohl in der Luft als auch am Boden erbeutet- das sympathische Energiebündel Bachstelze fängt auch Spinnen und sogar Ameisen.

Bei Auffliegen gibt die Bachstelze meist einen leiseren Ruf von sich; längere Gesänge hört man nur selten. "Unsere" Stelzen machen sich immer kurz bemerkbar- kleinere Konzerte dürfen wir manchmal erleben, wenn Schafe und Lämmer satt kauend liegen und kein Generator mehr läuft.


 



...kleine Geier...noch oben

...und unten auf dem Boden...


jetzt geht es raus aus dem Stall

und so hinterlässt man ihn...;-)


so sieht Frühling bei uns aus, mal mit Sonne, mal mit Hagel- aber immer herrlich bunt