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Weihnachten 2017
 
Am Ende eines mindestens durchwachsenen Jahres mit zuviel Abschieden von Personen, Projekten und Objekten- und ohne Aussicht darauf, dass dieser Prozess als abgeschlossen gelten dürfte- stellen wir dennoch immer wieder fest, dass man mit dem Kopf im Sand einfach nicht genug sieht. Also Mut und Zuversicht, Hoffnung gegen alle Vernunft und wider andere Erfahrung...und mit einem Dankeschön für alles konstruktive Miteinander...
 
Mit einem für einen Weihnachtsbrief eher ungewöhnlichen Fundstück aus dem Adventskalender herzliche Grüße und alle guten Wünsche für frohe Festtage mit etwas Zeit für die Seele...und ohne Text für lichtvolle Momente ein Blick seitwärts von einem Weg durch den Wald... 
 
alle guten Wünsche aus Löwendorf
 
 
 
               Frohe Festtage
 
 
 
 
"Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
Angst essen Seele auf, das können Sie mir glauben.
Sie haben nur eine Seele, nehmen Sie Rücksicht darauf, fürchten Sie sich nicht so viel, so schlimm ist es gar nicht. Trinken Sie mehr klares Wasser. Atmen Sie bewusst, wenigstens ab und zu. Lesen Sie nicht nur Romane über Gerichtsmedizinerinnen und Serienmörder.
Lesen Sie ab und zu Weltliteratur, es lohnt sich. Fangen Sie an mit John Steinbeck ‘Von Mäusen und Menschen’. Interessieren Sie sich mehr für Kunst, es muss ja nicht gleich Beuys sein. Finden Sie heraus, wann der Siebenjährige Krieg stattgefunden hat, und merken Sie sich das, Sie werden sich besser fühlen. Versuchen Sie nicht herauszufinden, wer wann wo warum gegen wen gekämpft hat.

Verbringen Sie mal einen Tag, ohne auf einen Bildschirm zu blicken. Finden Sie heraus, wer Ihr Bundestagsabgeordneter oder Ihre Bundestagsabgeordete ist. Googeln Sie ihn oder sie mal ausführlich. Schenken Sie morgen Vormittag den ersten fünf Menschen, denen Sie begegnen, für ein paar Sekunden Ihre volle Aufmerksamkeit. Verstehen Sie das Wunder, dass Sie mit ihnen gleichzeitig auf diesem Planeten leben und mit einem Affenzahn durch das Weltall sausen. Und auch gerne Pommes mit Mayo essen. Essen Sie jeden Tag einen Apfel. Mögen Sie unser Grundgesetz, es ist besser als sein Ruf, ein fabelhaftes Teil. Lesen Sie mal drin rum, besonders im vorderen Teil. Sprechen Sie mal mit Ihren Geschwistern darüber, was Ihnen Ihre Mutter in der Kindheit für Essen gekocht hat. Umarmen Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin sofort, wenn Sie ihn oder sie das nächste Mal sehen. Wenn er oder sie sich dagegen wehrt, haben Sie ein Problem, das gelöst werden muss. Die Lösung liegt bei Ihnen. Fassen Sie mal das Verkehrsschild an, das Ihrer Wohnung am nächsten steht und stellen sich den Menschen vor, der es dort montiert hat. Nehmen Sie Fußball nicht so ernst. Bleiben Sie dran an der Weltliteratur: Stefan Zweig, ‘Schachnovelle’. Lachen Sie sich mal im Spiegel an. Danach aus. Verbringen Sie noch einen Tag, ohne auf einen Bildschirm zu blicken. Besuchen Sie mal einen Soldatenfriedhof, es ist nicht weit. Machen Sie regelmäßig Spaziergänge an einem fließenden Gewässer. Seien Sie nicht so oft zornig, Sie sind ja nicht mehr vier Jahre alt. Machen Sie öfter mal mit. Fragen Sie nicht wobei, das wissen Sie doch. Geben Sie sich mal das Klarinettenkonzert von Mozart, das aus ‘Jenseits von Afrika’, Sie wissen schon. Gehen Sie jetzt richtig los auf die Weltliteratur: Mark Twain ‘Huckleberry Finn’ am besten die Ausgabe mit den Illustrationen von Walter Trier. Glauben Sie nicht alles, wovon Sie überzeugt sind. Folgen Sie nicht jedem Ratschlag. Aber auch nicht keinem.
Sie sind doch erwachsen.
Fragen Sie nicht, was 2017 Ihnen gebracht hat, sondern fragen Sie sich, was Sie 2017 gebracht haben. Ziehen Sie aus der Antwort Ihre Schlüsse für 2018.
Na los. Sie schaffen das.

Beste Wünsche für ein Hammer 2018,
Ihr Mitbürger Michael"

(Der Text ist von Michael Ritz aus Berlin. Habe die Jahreszahlen aktualisiert und drei Schreibfehler geändert
Die TAZ veröffentlichte ihn am 24.12.2016 als Alternative zur Ansprache des Bundespräsidenten- was irrelevant für den Text ist)
 


Aus zwei Betrieben zusammengewachsen, besteht seit 1996 eine gemeinsame Schäferei im östlichsten Winkel Westfalens,
im Kreis Höxter. Zugehörig zur Stadt Marienmünster 
liegt unser denkmalgeschütztes Fachwerkhaus im historischen Angerdorf Löwendorf. Hier bzw. auf unserem Stallgelände in Lügde-Niese  züchten wir - Ortrun und Andreas Humpert - drei vom Aussterben bedrohte alte Landschafrassen:


     Weiße Gehörnte Heidschnucken
     Weiße Hornlose Heidschnucken
       und
     Skudden.



Mit den jeweiligen Herden betreiben wir großräumig Landschaftspflege in den verschiedenen Biotoptypen der Region -
 "Artenschutz im Ganzen".
Mit bedrohten Nutztieren gefährdete Lebensräume erhalten und (wieder)herstellen - praktische Leistung abseits vom Gewohnten - faszinierende Vielfalt zum Erleben.
 
Deutschland ist das artenreichste Land Europas.
Dass das so bleibt, dazu versuchen wir unseren Beitrag zu leisten. 
Natürlich nicht nur innerhalb unserer vier Wände oder Zäune: unsere Arbeit und ihren Erfolg für die Umwelt zu kommunizieren, ist wichtiger weiterer Baustein:

Das bedeutet erste Fühlkontakte der Kindergartenkinder zu den neugeborenen Lämmern, Filzen, Exkursionen, Umweltbildung - ganz nach Alter, Bedarf (und eigener Zeit ).



Die Haltung bedrohter Schafrassen, erweitert um seltene Hühner (Westfälische Totleger in gold) und (Lippe-)Gänse, führte zur Ausweisung eines der ersten GEH-Arche-Höfe in NRW.

Aus der Überzeugung, Schafhaltung sei eine der umweltverträglichsten Methoden der Landwirtschaft, folgte die Anerkennung als Bioland-Betrieb.

Dass wir bedrohte Rassen nachhaltig nur in Herdbuchzucht weiterentwickeln können, bedeutet Mitgliedschaft  (und aktive Mitarbeit) in der Schafzüchtervereinigung NRW
 
Andreas Humpert ist als Vorsitzender des Rasseausschuss Landschafe und auch als Preisrichter bundesweit aktiv,
Ortrun Humpert ist Vorsitzende der Schafzuchtverbände NRW und im Vorstand des AK Herdenschutz - Beutegreifer der VDL sowie Vorstandsmitglied der VDL
 
Damit die Schafhaltung eine vernünftige Lobby hat, benötigen wir auch für alle Bereiche den Schafzuchtverband NRW  als Teil der Vereinigung deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL)
 
Schäferidylle ist eine nette Vorstellung, hat aber mit der Wirklichkeit wenig gemein. Damit wir nicht nur für die aussterbenden Rassen etwas tun können, sondern auch für die nicht minder bedrohten Schäfer, engagieren wir uns im
Bundesverband Berufsschäfer .

Ganzheitliches Handeln gehört auch in einen regionalen Zusammenhang - deswegen sind wir Mitglied im Regionalmarketing
"Kulturland Kreis Höxter".

Auch wenn für unsere kleinrahmigen Schafrassen unsere Border Collies die geeigneteren Hütehunde zu sein scheinen,
sind wir überzeugte Mitglieder der
Arbeitsgemeinschaft Altdeutsche Hütehunde.
 
Und damit ein einigermaßen sicheres Nebeneinander von unseren Schafen als Beutetieren und den Beutegreifern, die schon da oder auf dem Wege zu uns sind, möglich wird, sind wir mit unseren arbeitenden Pyrenäen-Berghunden Teil der
Arbeitsgemeinschaft Herdenschutzhunde

Dies lässt sich fortführen - am besten, Sie schauen in unsere Linkliste...
noch besser: nehmen Sie direkten Kontakt mit uns auf.




Die Vernetzung allen Lebens glaubwürdig zu vermitteln,
ist unser Antrieb -
dass dies mit alten Schafrassen besonders gut geht,
macht es um so schöner.
Weil schöne oder seltene Besonderheiten es nicht unbedingt leichter haben, engagieren wir uns auf vielen Ebenen -
nicht immer zur Freude aller,
aber immer zum Wohl der Schafe.

...es gehen viele geduldige Schafe in einen - Mineralleckeimer

überall Leben -  nur genau hinsehen
neugeborenes Lamm der Weißen Gehörnten Heidschnucke

Lippeganspaar
Kopfstudie eines Totlegerhahns