Porträt des Monats -

 

hier stellen wir, thematisch nicht weiter festgelegt, Interessantes
aus dem Umfeld  unseres Wirkens in Bild und Text vor.
Und haben uns damit kräftig unter Druck gesetzt,
daran erkennbar, dass es manchmal nicht klappt
bei den vielen anderen dringender zu erledigenden Dingen

 

 

 

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Der klassische Heumonat, da ist er- der Juli- mit reichlich Gewitter und heftigen Niederschlägen. Zwischendurch gucken einen im Vorübergehen Wesen an, an denen es sich nicht einfach vorbeisehen lässt. Nachfolgend  ein paar Eindrücke:

                    

                     

und es werden die letzten Lämmchen draußen geboren. Die Mutterschafe konzentrieren sich wesentlich besser auf ihre Kinder als im Stall. Halten mehr Abstand. Alles ist Vorsicht und Instinkt.

Und dann lässt die Mutter sie doch mit den anderen spielen
und wir dürfen sie aus der Nähe betrachten-

das jüngste Skuddenlamm


 

Der Juni heißt auch Erdbeermond, wegen der reifen (wilden) Erdbeeren. Dies Jahr ist vieles anders, manches früher, manches später. Erdbeeren tun sich schwer, farblich passt es, geschmacklich brauchen sie noch mehr Sonne.

In den Naturschutzgebieten auf den Kalkmagerrasen wollen wir die Orchideenblüte bzw. die Aussamung abwarten, damit es nicht nur gleichviele bleiben, sondern mehr werden...

Die weißlichgrüne Waldhyazinthe blüht über lange Intervalle- Waldhyazinthe       Waldhyazinthe, abgeblüht

aber die Mückenragwurz oder auch Händelwurz wäre eigentlich schon durch. Sie lässt sich Zeit in diesem Jahr.

Mückenragwurz, unaufgeblüht und unscheinbar           Mückenragwurz

... und so verschieben wir die Erstbeweidung auf Juli, in der Hoffnung, dass das Gras dann noch genug Futterwert hat, um die Böcke satt zu bekommen, die die Pflege dort übernehmen.

Um bei den alten Monatsnamen zu bleiben- der Juli war der Heumond. Nach drei Jahren Dürre fühlt es sich gut an, den größten Teil der Ernte schon eingefahren zu haben. Teilflächen warten noch auf den ersten Schnitt, um verschiedene Samen zu verteilen und damit Schmetterlinge und andere Insekten Orte für Futter, Eiablage oder auch "nur" Rückzug finden.

Ochsenauge auf Margerite einfach Wiese

Das Futter wird dadurch nicht besser, und einen Ausgleich gibt es auch nicht. Ein Biobetrieb bekommt in solchen Gebieten auch keine Anrechnung für den ökologischen Landbau. Als Schäfer im Naturschutz wird man doppelt benachteiligt. Zu den Hintergünden um Weidetierprämie und die Ausgestaltung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik steht auf jeden Fall was im zugehörigen Block auf dieser Homepage.

Und wir freuen uns trotz unsicherer Finanzen über die bisherige Ernte und dass wir vieles schützen können.

Grünwidderchen