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Porträt des Monats -

 

hier stellen wir, thematisch nicht weiter festgelegt, Interessantes
aus dem Umfeld  unseres Wirkens in Bild und Text vor.
Und haben uns damit kräftig unter Druck gesetzt,
daran erkennbar, dass es manchmal nicht klappt
bei den vielen anderen dringender zu erledigenden Dingen

 

 

 

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Der September gilt natürlich dem, womit wir uns zwei Monate neben vielem anderen extrem beschäftigt haben (und nein, das Oktoberporträt wird kein Reichsformat-Ziegel )
 
 

Der Wesersandstein-  gebrochen auch Sollingplatte oder Höxter-Platte- auf unserem Dach ist er wieder gut befestigt, mit Kupfernägeln, damit er nicht ins Rutschen gerät.

Kupfernagel auf Sollingplatte

In die Zeiten der Trias vor gut 245 Millionen Jahren reicht die Entstehung des Wesersandsteins zurück. Über die Flüsse aus Süden herangebrachte Sande lagerten sich im Gebiet des heutigen Weserberglandes ab. Dort herrschte vorzugsweise trockenes und heißes Klima mit nur zeitweisen, dann aber heftigen Niederschlägen. In den folgenden Jahrmillionen lagerten sich verschiedenste Gesteinsschichten an, die ein enormes Gewicht entwickelten. Unter dem Druck dieser Schichten verdichteten sich die alten Sandschichten nach und nach zu Sandstein.

Während des Tertiärs hoben sich viele Gebiete in Mitteleuropa, auch das sog."Solling- Gewölbe" im heutigen Südniedersachsen und Nordhessen- hiedurch wurden die Deckschichten wieder weitgehend abgetragen, und die Weser schnitt sich im Verlauf der letzten Millionen Jahre in die Buntsandsteinschichten zwischen Solling und Weser ein (durchschnittlich 20 Zentimetern pro Jahrtausend).

Wesersandsteine sind wenig porös und bestehen vorzugsweise aus Quarz. Ihre rötliche Färbung stammt von den Eisenerzmineralen Limonit (Brauneisen) und Hämatit (Roteisen). Ein hartes Gestein, das wenig verwittert und wie in unserem Fall sogar richtig gut wiederverwertbar ist, neu behauen und nach Größe sortiert verlegt.

.Es wird fertig...

 
Im Mauerwerksbau wurde der Wesersandstein mindestens seit dem 11. Jahrhundert verwendet- als Bruchstein und Werkstein(Haustein). Bruchsteinmauerwerk und Werksteinmauerwerk/Quadermauerwerk findet man als Schichtmauerwerk in reglmäßiger oder unregelmäßiger Form. Seit dem 15. Jahrhundert wurde spaltfähiges Material mit Keilen oder durch Bewitterung (sog."Frostsprengung") gespalten und als Spaltplatten (Spaltstein) zur Herstellung von Dachplatten und Fassadenplatten (Fassadenbehang) verwendet. Zum Bau von Klöstern oder Burgen wurden alledings bereits im Hochmittelalter Sandsteine als Material verwendet. Ihr Abbau erfolgte in Steingruben in direkter Nähe der "Baustelle" lagen, ungeachtet der Steinqualität. Nicht verwertbarer Abraum wurde auf sog. "Kummerhalden" verbracht, die man zugewuchert noch in der Nachbarschaft größerer Bauwerke finden kann.

In den Wesersandsteinen der Karlshafen-Schichten tritt Glimmer in außergewöhnlich hohem Maße und gleichmäßig geschichtet auf. Dadurch ist es möglich, mit Keileisen und Fäusteln bis zu ein Zentimeter dicke Platten abspalten zu können.
Die Nutzung dieser Sandsteinplatten ab dem 17. Jahrhundert zur Dacheindeckung, teilweise auch zur Verschindelung von Hausfassaden ist typisch für den Baustil in der Region.
Noch heute wird die Verlegung solcher Dach- und Behangplatten vorzugsweise bei der Wiedereindeckung von denkmalgeschützten Gebäuden durchgeführt. Dickere Platten, sogenannte "Lege- oder Dehlsteine", dienten als Fußbodenbelag in Wohnhäusern, Ställen, Kirchen und Schlachthöfen.

Steinbrüche, in denen zielgerichtet bestimmte Qualitäten abgebaut werden, gibt es im Bereich des Wesersandsteins erst seit dem 19. Jahrhundert.

Ausschließlich Gruben mit hochwertigen Steinen wurden Basis für spätere Steinbrüche, deren Lage im Bereich der Weser- und Diemelmündung es erlaubte, behauene Steine mittels Rutschen auf Lastkähne zu verladen und stromauf-wie abwärt zu den Schloss-Baustellen der Weserrennaissance zu transportieren. Diemelaufwärts übernahm dies ab 1848 die Carlsbahn, die erste Eisenbahn im Kurfürstentum Hessen - entlang der Weser ab 1873 die Sollingbahn. Steinbrüche, die diese Transportwege nicht nutzen konnten, wurden aufgegeben.

Im Raum Bad Karlshafen befinden sich heute noch fünf produzierende Wesersandsteinbrüche. Die hier mit modernen Maschinen gebrochenen Roten Wesersandsteine sind von hoher Qualität und werden fast ausschließlich zu Restaurierungszwecken verwendet.

Das enorme Gewicht der Dachplatten hält Stürmen gut stand. Im Gegenzug sorgte es oft für Verschiebungen im Dachstuhl. Eisennägel hielten nicht, und wenn so ein Dach ins Rutschen kam, wurde es oftmals gegen Tonziegel oder womöglich Beton ausgetauscht. 
Wir freuen uns sehr, dass viele Steine wieder genutzt werden konnten- auch wenn es aus Kostengründen nicht möglich war, das ganze Dach wieder in Sollinsandstein zu decken.

 
Soweit die Steine reichen...
 
Das Welterbe Corvey, die Kilianikirche in Höxter, die Werratalbrücke bei Hannoversch Münden oder auch das Marine-Ehrenmal in Laboe bei Kiel sind Bauwerke, in denen viel Solling-Sandstein verbaut wurde. Aber auch in der gesamten Region findet sich der Sandstein noch an vielen privaten Gebäuden.
Oft wurden die Steine auf der Weser bis Bremerhaven und von dort nach Übersee verschifft. Näheres zu dieser Geschichte unter:  

 

Überlebenskünstler möchte ich im August porträtieren, ohne weitere Kommentare- beispielhaft für all jene, die es trotz Dürre schaffen, zu blühen, zu wachsen oder zu reifen. Stärke, Stabilität trotz gewisser Anpassungsfähigkeit, Findigkeit für alternative Möglichkeiten...
das Porträt könnte auch den Schäfern gelten, den Weidetierhaltern, all jenen, die aufgrund mangelnder Angaben für exakte Erntemengen garantiert keine Dürrebeihilfe bekommen (wer weiß schon genau, wieviel gefressen wurde? Das geht nicht in Tanks mit Mengenangabe, das geht in Mägen...). Bechränken wir es auf Tiere und Pflanzen- und machen uns so unsere eigenen Gedanken dazu, wie immer...

jeder auf seine WeiseBlätter hängen- Beeren reifenirgendwer blüht immerFingerkraut-Solitär, klein, aber sogar mit Blüteein Hauch von Blau in der Steppewoher der die nötige Feuchtigkeit zaubert...egal, er lebt


 

kleines Update zum Sturmschaden-

außer einem unverbindlichen Versicherungsschreiben ist nichts gekommen. Wir werden reparieren, sobald dafür eine zeitliche Lücke ist- und der Stadt Höxter eine Rechnung schicken...und auf dieser Seite weiter informieren.

 

der Monat Juli ist geprägt von Trockenheit. 10 Millimeter Regen insgesamt bei uns. 
Schafe können "Heu am Stiel" recht gut verwerten, wenn genug Mineralfutter und jede Menge Wasser da sind. Das bedeutet allerdings ständiges Wasserfahren zu allen Standorten. Damit ist der Tag eigentlich schon gut angefüllt.

In der Annahme, draußen wüchse besseres Futter, wächst die Ausbruchsneigung der Tiere. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, eine gute Erdung für die Elektrozäune herzustellen.
Alles, was an belaubten Ästen und Zweigen verfügbar ist, wird geschnitten und den Schafen gebracht- damit noch etwas anderes grün ist außer dem Mineralfuttereimer.


Sturm Friederike hat im Januar etliche Bäume, die nachfolgenden Stürme dann fast den kompletten Wald zwischen einigen unserer Weideflächen umgeworfen. Einen großen Teil der Bäume auf unseren Festzaun an einer Fläche, in der seit Jahren Herdenschutzhunde eingesetzt werden.
Natürlich haben wir das umgehend gemeldet- zuletzt im Mai, wo dann zumindest eine Aussage kam, nämlich die, dass die Stadt Höxter die Forstarbeiten an eine Firma fremdvergeben habe, deren Bearbeitungsreihenfolge nicht zu beeinflussen sei. Im Juni: Aufarbeitung des Wertholzes, Lagerung am Weg, hurra.
Mehr leider nicht.
Was "über" war, zack über den Zaun- wohlgemerkt, unsere Bäume stehen noch- wir sind kein Forstbetrieb und haben auch keine Möglichkeit, mal eben aufzuräumen oder aufräumen zu lassen, was hier an Schaden enstanden ist oder noch mutwillig (gedankenlos?) verstärkt wurde.
Die gesamte Fläche zu beweiden ist unmöglich, eine weitere Unterteilung mit Elektrozaun geht, unterbindet aber dennoch eine ordnungsgemäße Bearbeitung des gesamten Stückes. Was man uns möglicherweise auch noch anlasten wird.
Dies haben wir der zuständigen Stadt Höxter geschildert, die uns daraufhin schrieb, den Fall an ihre Versicherung weitergegeben zu haben.
Ob wir in einem halben Jahr klüger sind??

 

Anmerkung: ich kriege das Schafbild nicht raus aus der Seite; es gehört zu einem vergangenen Beitrag und will nicht gehen. Dann bleibt es halt. Wenn Schafe nicht mehr bleiben dürfen, wird es eng für die Natur...


erste Bestandsaufnahme im Januar

kein Durchkommen in unserer Fläche


was man nicht vor der Maschine braucht, zack, auch noch aufs Grundstück der Schäferei


nebenan einigermaßen aufgeräumt